Microsoft liefert neue VC-1-APIs für Anwendungsentwickler
Kommerzieller VC-1 Encoder SDK bereits im Einsatz
Um es anderen zu erleichtern, ihre Anwendungen kompatibel zu Microsofts Videocodec "VC-1" zu machen, liefert das Unternehmen nun ein kommerzielles Entwicklerpaket mit verschiedenen APIs. Filmstudios können sowohl bei der Blu-ray Disc als auch bei der von Microsoft favorisierten HD-DVD wahlweise MPEG-2, H.264 oder VC-1 nutzen.
Wie nicht anders zu erwarten, ist das "VC-1 Encoder Software Development Kit" (SDK) auf die Entwicklung von Windows-Software ausgelegt. Es soll im Vergleich zum vorher veröffentlichten Windows-Media-Format SDK eine bessere Bildqualität, eine höhere Kompressionsgeschwindigkeit und neue Funktionen für verschiedene Wege zur Videoverbreitung mit sich bringen - sei es für HD-DVD, Blu-ray Disc oder IPTV. Die mitgelieferten APIs sollen es Softwareanbietern wie etwa Sonic Solutions erleichtern, jeweils die aktuellste Version des VC-1-Codecs zu unterstützen.
Das VC-1 Encoder SDK erlaubt unter anderem segmentbasiertes Re-Encoding, so dass die Inhalte im Bedarfsfall in Teilen neu kodiert werden können. Auch für MPEG-2-Transport-Streams und im Halbzeilenformat (Interlaced) vorliegendes Videomaterial hat Microsoft Verbesserungen integriert. Das neue VC-1 Encoder SDK erlaubt es Lizenznehmern zudem erstmals, VC-1-Videos unabhängig vom Windows-Media-Format-Container zu erstellen - etwa in Verbindung mit dem Material eXchange Format (MXF) oder dem MP4-Dateiformat-Container.
Zum Einsatz kommt das nun öffentlich vorgestellte VC-1 Encoder SDK bereits bei Live-Encodern von Spinnaker, einem "Encoder Accelerator" von Tarari Inc. und bei Sonic Solutions Authoring Software CineVision PSE. Ein interessantes Detail am Rande: Laut Microsoft wird der VC-1-Codec derzeit von Hollywood-Studios bei rund 90 Prozent der in den USA erstellten HD-DVD-Filme eingesetzt.
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