IDF: Neues PCI-Express "Geneseo" schon 2009?
Mit dem Konzept, das Intel auf dem IDF Fall 2007 erstmals vorstellte , sollen Beschleunigerkarten aller Art eine bessere Anbindung an Speicher und Prozessor eines PC-Systems erhalten. Dafür soll "Geneseo", das bisher nur unter seinem Codenamen bekannt ist, auf PCI-Express aufsetzen – genauer auf PCI-Express 2.0, zu dem es steckplatz- und softwarekompatibel sein soll. Wie der Bus oder eventuelle serielle Verbindungen aber gestaltet werden, verrät Intel jetzt noch nicht.
Geneseo befindet sich noch in der Vorschlagsphase. Die Mitglieder des über alle PCI-Standards wachenden Gremiums PCI-SIG haben nun noch bis Ende 2007 Zeit, Vorschläge für die Umsetzung des Standards einzureichen. Anfang 2008 erwartet Intel dann eine Version 1.0 der Spezifikation für Geneseo, erste Produkte könnten bereits 2009 auf den Markt kommen.
Hinter Geneseo steckt jedoch nicht nur die schnelle Anbindung von anderen Chips an den Hauptprozessor – das ist mit Grafikkarten schon seit AGP Realität. Vielmehr soll das Bus-System auch Cache-Kohärenz beherrschen. Das war bisher nur mit AMDs Gegenvorschlag "Torrenza" möglich, da diese Steckplätze für Beschleunigerkarten mit dem dafür schon von jeher geeigneten HyperTransport angebunden sind. Intel betonte auf Nachfragen, dass man statt HyperTransport lieber auf einen offenen und überall verbreiteten Industriestandard aufbauen wolle. Damit hat AMD nun noch knapp ein Jahr Zeit, Torrenza-Plattformen in den Markt zu bringen.



