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Grüne: Staatliche Computerspielkontrolle unnötig

Zusammenlegung von USK und BPjM abgelegt. Zum Vorschlag des niedersächsischen Innenministers Schünemann, die Altersfreigabe von Computerspielen einer rein staatlichen Institution zu übertragen, erklärten Grietje Bettin, medienpolitische Sprecherin, und Kai Gehring, jugend- und hochschulpolitischer Sprecher der Grünen, dass sich die Arbeit der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) bewährt habe – und eine Änderung des Kontrollorgans nicht notwendig sei.
/ Andreas Donath
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Die Grünen bezeichneten Schünemann als einen Blinden, der von Farben rede, wenn er das System der Altersfreigabe von Computerspielen auf diese Weise reformieren wolle. Er unterstreiche damit seine Voreingenommenheit und Unwissenheit über Computerspiele.

Die Grünen sind allerdings auch der Meinung, dass einzelne Entscheidungen der USK diskussionswürdig seien. Man müsse deshalb die Kriterien der USK überprüfen, nicht aber gleich das bisherige System in Frage stellen.

Die Grünen-Politiker vertreten die Ansicht, dass in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen Gewalt nichts zu suchen habe – aus diesem Grunde gebe es hier zu Lande sehr verantwortungsvolle Jugendschutzregeln.

Ein besserer Jugendschutz werde nicht erreicht, wenn die USK und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) vereint würden, da die Institutionen sinnvoll getrennte Aufgabenbereiche aufweisen. Die Alterseinstufung wird nach einer regulierten Selbstkontrolle durchgeführt – wie es auch im Bereich Film, Fernsehen und Internet der Fall ist.


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