AMDs K10: CPU-Design für Server, Desktops, Notebooks

Blockschaltbild des Barcelona
Alle diese insgesamt fünf Ports vor dem L3-Cache (siehe nebenstehendes Blockschaltbild) werden über einen eigenen Crossbar-Switch verwaltet, der die Verbindungen direkt schalten kann - beispielsweise, um die von einem Kern geänderten Daten aus dem L3-Cache direkt in den Speicher zu schreiben. Der Crossbar ist auch bereits auf kommende - und noch nicht einmal mit Codenamen angekündigte - 8-Core-Prozessoren vorbereitet. AMD hat sich diesen Crossbar mit 100 Patenten schützen lassen - wovon vielleicht später auch Intel profitieren kann, haben die beiden Unternehmen doch ein seit Jahren bestehendes Patentaustausch-Abkommen.

Doppelt breite SSE-Busse
Neben der Vorstellung der Speicherarchtitektur des K10 ließ sich Guiseppe Amato nicht weiter zu neuen Ausführungseinheiten des Designs aus. Er wiederholte lediglich die bekannten Daten zu den 128 Bit breiten SSE-Einheiten, die vom Speicher bis zur Ausführung auf einem ebenso breiten Bus reisen können. Bei besonders gleitkommalastigen Berechnungen will AMD so 80 Prozent mehr Leistung gegenüber bisherigen Opterons bei gleichem Takt erreichen - konkrete Benchmarks zum K10 legte Amato aber nicht vor, sondern bekräftigte nur die von AMD bereits genannten 40 Prozent mehr Tempo, die K10 im Schnitt über alle Anwendungen erreichen soll.

Stars und Cities passen in alte Sockel
Da, wie bereits berichtet, zumindest die Opterons mit vier Kernen nur die auch bisher üblichen 68, 95 und 120 Watt elektrischer Leistung aufnehmen sollen, hat sich AMD für das bereits bekannte Konzept der Abschaltung ganzer Kerne und eine weiter Verfeinerung der Variation aus Takt und Spannung entschieden. Dafür sind jedoch neue Mainboards mit zwei Versorgungsspannungen ("split power planes") nötig - auf dem Desktop heißt der passende Sockel dann "AM2+". Da AMD von Privatanwendern wegen angeblich zu schneller Sockelwechsel (939 und 940 lebten immerhin drei Jahre) oft gescholten wird, passen die neuen K10-Prozessoren für den Desktop aber auch in den bisherigen AM2-Sockel. Sie nehmen dort laut Guiseppe Amato aber rund 10 Prozent mehr elektrischer Leistung auf, sind dann also nicht so sparsam, wie sie im AM2+ sein könnten.

Einzelne Kerne können sich abschalten
Experimentierfreudige Anwender können die neuen Stromsparfunktionen aber auch zweckentfremden. Über Änderungen im BIOS - was AMD dann aber den Mainboard-Herstellern überlässt und nicht ausdrücklich empfiehlt - kann ein Kern bei Single-Thread-Anwendungen auch deutlich über den nominalen Takt getrieben werden, wenn die anderen Kerne gerade abgeschaltet wurden. Wie hoch diese automatische Übertaktung über dem Nennwert liegen kann, ist noch nicht bekannt.

Zwei gegen vier Dies - abgerechnet wird bei Verfügbarkeit
Guiseppe Amato entschuldigte sich ausdrücklich, auch beim dritten Barcelona-Termin noch kein konkretes Erscheinungsdatum für die neuen Prozessoren nennen zu können - somit bleibt weiterhin nur "Mitte 2007" als Startzeitraum für die sämtlich in 65 Nanometern Strukturbreite gefertigten CPUs. Dafür versteckte sich auf Amatos Folien auch ein Bild des fertigen K10 mit einem recht großen Die - das aber im Vergleich mit den daneben zu sehenden beiden Dual-Core-Dies eines Xeon wieder gar nicht so riesig wirkt. Und einen neuen Codenamen hatte Guiseppe Amato auch zu bieten. Dass es sich beim für 2008 erwarteten "Shanghai" aber, wie die Gerüchtequellen des Internets verraten, um den Achtkerner in 45 Nanometern handelt, wollte der AMD-Manager nicht bestätigen.
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ohne den Intel-Trollen hier unnötig Aufwind verschaffen zu wollen: http://de.finance...
ganz so einfach ist das auch nicht denn intel würde dann bestimmt weiter forschen zwar...
Also ich hab bei mir mit knapp 700 ne 8800GTS mit 320MB, nen X2 4600+, 2GB Ram...
Das wird AMD am Popo vorbei gehen, da solche User weit weit weit unter dem 0,01% Bereich...