Intel entwickelt Grafikchips zum "Kampf um die Plattform"

Auszüge aus Universitätsvortrag von Intels Grafik-Chef

Seit mindestens zwei Jahren arbeitet Intel an eigenen Grafikprozessoren - allerdings nicht nur zur Komplettierung des Portfolios, sondern aus echter Sorge um die steigende Rechenleistung von GPUs, wie sich jetzt herausstellt.

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Erst mit seiner übernächsten Prozessor-Generation, Codename Nehalem, will Intel Grafikfunktionen in den Prozessor integrieren und vorerst externe Grafikchips entwickeln. Bis zum Nehalem ist noch mindestens eine neue Architektur von Seiten der Grafikchip-Entwickler zu erwarten - und damit auch von mittlerweile zum Erzfeind avancierten Konkurrenten AMD, der die zugekaufte ATI-Technologie gerade quer durch alle Geschäftsfelder zu eigenen "Plattformen" macht.

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Laut einem Bericht von Beyond3D nimmt Intel die stets steigende Rechenleistung von Grafikprozessoren mehr als ernst. So hält Intels Chef der "Visual Computing Group" (VCG), Douglas Carmean, seit einigen Monaten Vorträge zum CPU-Design in US-Universitäten. Dabei enthalten seine bei Beyond3D veröffentlichen Präsentationen auch Folien, die aus Marketing-Material von AMD und Nvidia stammen. Darauf stellt AMD sein "Stream Computing" mit gleitkommalastigen PC-Programmen auf der GPU vor, was Nvidia mit seinem Entwicklerpaket CUDA auch beherrscht - auch CUDA findet in den Intel-Vorträgen Erwähnung.

Da sich CPUs und GPUs funktional immer mehr annähern, befürchtet Douglas Carmean einen "Kampf um die Kontrolle der Rechner-Plattform", so das Fazit auf einer seiner Folien. Inwieweit Intel aber in zukünftigen Designs die Rechenaufgaben zwischen CPU und GPU verteilen will und welcher Software-Unterbau das bewerkstelligen soll, gab der Intel-Manager noch nicht an. Vielleicht ist dazu auf dem in der kommenden Woche in Peking stattfindenden "Intel Developer Forum" (IDF) mehr zu erfahren.

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