OLED-Fernseher von Toshiba und Sony

TMD zeigt auf der Display 2007 in Japan mit 20,8-Zoll- bzw. 52,8-cm-Breitbilddiagonale sein bisher größtes OLED-basiertes Display. Das zum Einsatz kommende OLED-Panel besteht aus "Low-Temperature Poly-Silicon" (LTPS) und bietet eine WXGA-Auflösung von 1.280 x 768 Bildpunkten bei 16,7 Millionen Farben (8 Bits pro Farbe). Sony hatte zur CES 2007 im Januar bereits einen 27-Zoll-Prototypen mit Full-HD-OLED-Panel zeigen können.
Toshiba will laut Presseberichten aus Japan erst 2009 mit der Produktion marktreifer OLED-Fernseher starten, wartet also noch, bis größere Bilddiagonalen möglich sind. Sony hingegen setzt auf eine andere Strategie: Anstatt so lange zu warten, soll es schon 2007 losgehen. Allerdings nur mit eher kompakten 11-Zoll-Fernsehern, die vom Sony-Toyota-Joint-Venture ST Liquid Crystal Display Corporation gefertigt werden und 1.024 x 600 Pixel bieten. Laut Nikkei Business Daily wird der Preis trotz der geringen Display-Größe um ein Vielfaches höher liegen als bei herkömmlichen Flachbild-Fernsehern. Die Stückzahl wird auf wenige Tausend pro Monat begrenzt sein, so dass die Geräte vor allem Statussymbole für Betuchte werden dürften.
Damit bleiben voraussichtlich auch in den nächsten Jahren die ebenfalls weiter verbesserten LCD- und Plasma-Fernseher die Platzhirsche. Ab Ende 2007 sollen zudem die ersten Fernseher mit Canons SED-Technik auf den Markt kommen, womit dann bald vier Display-Techniken miteinander wetteifern werden. Auch Toshiba will die SED-Technik einsetzen, stieg aber selbst aus der Entwicklung aus.



