EU-Parlament empfiehlt: Roaming-Gebühr von maximal 50 Cent

Senkung nicht mehr vor den Sommerferien 2007 erwartet

Das EU-Parlament hat heute über eine Deckelung der Roaming-Gebühren für Handytelefonate abgestimmt. Der zuständige Industrieausschuss des EU-Parlaments will dabei die Kosten für Roaming auf maximal 50 Cent pro Minute senken. Die endgültige Entscheidung soll jedoch erst im Sommer 2007 fallen. Bis dahin müssen sich Parlament, Rat und Kommission noch auf eine einheitliche Obergrenze und einen entsprechenden Gesetzestext einigen.

Artikel veröffentlicht am , yg

Derzeit wird zwischen Parlament und Kommission noch über die Höhe der Deckelung sowie über die Frage diskutiert, ob nur sprach- oder auch Datendienste betroffen sein sollen. Zudem streiten sich die Parteien über methodische Fragen. So ist offen, ob Kunden per Opt-in- oder Opt-out-Verfahren in den Genuss der Tarifsenkungen kommen sollen.

Opt-out würde bedeuten, dass die Kunden ihren Netzbetreibern explizit mitteilen müssen, falls sie ein neues Auslandspaket mit eventuell noch günstigeren als den gesetzlich gesenkten Roaming-Gebühren haben möchten. Dagegen spricht jedoch, dass die Mehrheit der Handykunden nur selten den Vertrag wechselt und sich auch kaum über aktuelle Tarife informiert. Per Opt-in-Verfahren müssen Altkunden ihrem Netzbetreiber ebenfalls mitteilen, dass sie in den Genuss der neuen Regelungen kommen möchten, andernfalls würden die neuen Tarife nur für Neukunden gelten.

Die Vorschläge für die Deckelung der Roaming-Gebühren reichen von 40 bis 52 Cent pro Minute bei einem im Ausland getätigten Telefonat und 15 bis 25 Cent in der Minute, wenn man angerufen wird. Die EU-Kommission votiert dabei für einen maximalen Minutenpreis von 15 Cent an Roaming-Gebühren bei angenommenen Anrufen im Ausland. Bei selbst getätigten Gesprächen aus dem Ausland sollen maximal 44 Cent pro Minute verrechnet werden. Die EU-Parlamentarier wünschen sich dagegen Roaming-Gebühren mit 25 bzw. 50 Cent pro Gesprächsminute.

Der Ministerrat legt letzten Endes die Höhe der Grenzen fest und erwartet, mit Parlament und Kommission bis zur ersten Lesung Anfang Juni 2007 zu einer Übereinstimmung zu gelangen.

Da die Telekommunikationskonzerne jedoch auch noch Zeit zur Umsetzung brauchen, werden sich die Preissenkungen voraussichtlich noch nicht zum Sommerurlaub 2007 bemerkbar machen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /