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Spieletest: Burnout Dominator - Weniger Ideen, mehr Unfälle

Neuer Teil der populären Rennspiel-Reihe wirkt uninspiriert. In Sachen unkomplizierter Arcade-Rennspaß hat kaum eine andere Spielereihe in den letzten Jahren so überzeugen können wie die Burnout-Serie. Electronic Arts und die Entwickler von Criterion scheinen es mit der regelmäßigen Neuauflage jetzt allerdings etwas zu weit getrieben zu haben: Burnout Dominator kann im Gegensatz zu den letzten Burnout-Spielen jedenfalls kaum noch mit neuen Ideen punkten.
/ Thorsten Wiesner
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Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass Burnout Dominator sich eher auf bekannte Stärken verlässt denn Neues hinzufügt - wer schon mal ein Spiel der Reihe in den Händen hatte, dürfte sich jedenfalls schnell zurechtfinden. In diversen Fahrzeugklassen wird mit nichtlizenzierten, teils realen Vorbildern, aber recht deutlich nachempfundenen Boliden über Stadt-, Natur- oder Highway-Strecken gerast, wobei Rennerfolge neue Fahrzeuge und neue Herausforderungen freischalten.

Um zu gewinnen, kommt es dabei wie gewohnt eben nicht nur auf Fahrkünste, sondern vor allem auch auf möglichst rabiates Fahrverhalten an - nur wer seine Konkurrenten gegen die Bande drückt, möglichst dicht am Gegenverkehr vorbeirast oder als Geisterfahrer unterwegs ist, lädt kontinuierlich die Boost-Leiste auf, die dann im richtigen Moment gezündet werden darf, um der Konkurrenz davonzupreschen. Wer mit aktiviertem Boost weiter waghalsig fährt, kann übrigens mehrere Boost-Kombos hintereinander aktivieren - ein visuell beeindruckender Fahrrausch, der allerdings auf Grund des früher oder später dann doch fast unvermeidlichen Unfalls nur begrenzt vorhält.

Die Spielmodi sind im Grunde allesamt bekannt: Klassische Platzierungsrennen gibt es ebenso wie Zeitvorgaben oder Eliminator-Wettbewerbe, bei denen nach jeder Runde der Letzte ausscheidet. Im Roadrage darf die Konkurrenz zu Blechschrott verarbeitet, in Drift-Events hingegen geschickt gebremst werden. Die unter vielen Fans der Reihe populären Crash-Aufgaben, bei denen an einer Kreuzung ein Unfall mit möglichst großer Schadenssume veursacht werden musste, fehlen diesmal; allerdings darf wie gewohnt direkt nach Unfällen im Rennen via "Impact Time" in Zeitlupe das eigene beschädigte Fahrzeug noch in andere Wagen gesteuert werden.

Eine andere Änderung ist hingegen Geschmackssache und dürfte im Vergleich zu den fehlenden Crash-Kreuzungen vielen Spielern eher positiv auffallen: Das Wegrammen des Straßenverkehrs ist nicht mehr möglich, Kontakt mit anderen Fahrzeugen sorgt jetzt in den meisten Fällen für einen Unfall.

Auch technisch merkt man Burnout Dominator an, dass es sich hier eher um eine Neuauflage denn eine wirkliche Neuentwicklung handelt: das Spiel sieht gut aus, allerdings praktisch identisch wie das letztjährige Burnout Revenge.

Ganz im Gegensatz zu EAs typischer Multi-Plattform-Strategie ist Burnout Dominator nur für sehr wenige Systeme erhältlich: Neben der (hier getesteten) Umsetzung für die PlayStation 2 erscheint der Titel nur noch für die tragbare PSP. Der Verkaufspreis liegt bei etwa 50,- Euro, die USK-Freigabe bei zwölf Jahren.

Fazit:
Die unkomplizierte Bedienung, die rasante Optik und der gewaltige Adrenalin-Kick beim Hochgeschwindigkeitsrasen durch den Gegenverkehr zeichnen Burnout Dominator genauso aus wie schon die Vorgänger der Reihe. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack: Modi und Gameplay sind im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen fast unverändert, und auch an der Optik wurde kaum noch etwas getan - viel mehr als ein Add-On zum Vollpreis ist das Ganze leider nicht geworden.


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