Sony will PS3-Rechenzeit kommerziell nutzbar machen
Bereits mit der Firmware 1.60 hat Sony die ersten Voraussetzungen für verteiltes Rechnen geschaffen. So können Besitzer der Konsole ungenutzte Rechenzeit der Stanford University zur Verfügung stellen, um an medizinischen Projekten mitzurechnen. Schon damals hatte Sony angekündigt, auch weitere nichtkommerzielle Projekte unterstützen zu wollen.
Einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) der Financial Times zufolge denkt Sony nun darüber nach, ungenutzte Rechenzeit der PlayStation 3 auch kommerziellen Projekten zugänglich zu machen.
Immerhin sind die Spieler bereit, Rechenzeit zur Verfügung zu stellen. Masa Chatani, CTO von Sony Computer Entertainment, äußerte sich gegenüber der Financial Times, dass bereits 11.000 bis 12.000 PS3-Nutzer gleichzeitig an dem Folding@Home-Projekt der Stanford University mitmachen. Damit seien die eigenen Erwartungen, die Sony und die Stanford University in das Projekt gesteckt hatten, übertroffen worden.
Um die kommerzielle Nutzung den Spielern schmackhaft zu machen, überlegt Sony, ob das Ausgeben entsprechender Belohnungen notwendig wäre. Mit rund 10.000 laufenden Konsolen könnte etwa ein kleines Pharma-Unternehmen, das sich selbst keinen Supercomputer leisten kann, die Rechenleistung von etwa 200.000 vernetzten Heimrechnern erkaufen und dies über Sony an die Teilnehmer weitergeben.
Da die Konsole jedoch nicht gerade stromsparend ist, könnte das den Nutzer am Ende teuer zu stehen kommen, auch wenn die Konsole bei richtiger Nutzung der Architektur vergleichsweise effizient zu Gange gehen sollte. Wann und ob entsprechende Projekte gestartet werden können, gab Chatani gegenüber der Financial Times jedoch noch nicht an.



