HP geht spielen und zeigt Panorama-Projektion

Gaming als lukrativer Markt entdeckt

Der PC-Hersteller HP will sich in Zukunft dem boomenden Markt des Computerspielens verstärkt widmen - zunächst vor allem mit Hardware. Als Startschuss hielt das Unternehmen einen "HP Gaming Summit" in den USA ab, auf dem unter anderem neue Projektionstechniken gezeigt wurden.

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Bereits im Herbst 2006 hatte Hewlett-Packard mit VoodooPC einen Hersteller von Gaming-Rechnern übernommen - sechs Monate nachdem Dell Alienware gekauft hatte. Die beiden PC-Riesen Dell und HP wollen sich nun im Markt für Spiele-Hardware kräftig Konkurrenz machen. Während Dell mit seinen beiden Marken "XPS" und "Alienware" bisher nur PCs und Notebooks anbietet, besann sich HP nun auf seine Forschungslabors und rief beim Spielestudio Dogpatch in San Francisco zum "HP Gaming Summit".

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Gaming-Notebook von VoodooPC
Gaming-Notebook von VoodooPC
Auf dem Gipfeltreffen zeigte HP vor allem Prototypen von Anzeigesystemen für Spieler. Mehrere, laut HP recht günstige Projektoren lassen sich dabei zusammenschalten, um eine ganze Wand mit Spielen zu beleuchten. So sollen auch mehrere Personen an hochaufgelösten Spielen gleichzeitig teilnehmen können. HP nennt das Konzept "Pluribus", in Anlehunung an den US-Wappenspruch "e pluribus unum", was in Latein für "aus vielen Eins" steht. Die Projektoren gleichen sich dabei automatisch ab, um keine sichtbaren Übergänge der Bildteile zu erreichen.

Panoply-Display als Rennsimulator
Panoply-Display als Rennsimulator
Ganz ähnlich funktioniert auch "Panoply", wie HP seinen Display-Vorschlag für den einzelnen Spieler nennt. Wieder kommen hier mehrere Projektoren zum Einsatz, sie strahlen jedoch von hinten auf eine gekrümmte Leinwand, wie das nebenstehende Bild zeigt. Ähnlich dem Großbild-Kino IMAX entsteht so eine Ansicht, die das gesamte Gesichtsfeld füllt. Mittels Kameras in den Projektoren richten sich die Bildwerfer automatisch aus, sie müssen also nicht in bestimmten Winkeln angebracht werden.

Eine Idee aus den 80er-Jahren hat HP auch ausgegraben und nennt den Spielerechner im Couchtisch nun "Misto". Bereits vor 20 Jahren konnte man in Gaststätten so hinter Glasplatten angebrachte Arcade-Automaten in Tischen nutzen und Space Invaders, Pac Man oder Galaxians spielen. HP sieht sein Konzept aber auch als für Hotel-Lobbys oder Kantinen im Bildungsbereich geeignet an. Ob und wann die gezeigten Studien auf den Markt kommen sollen, sagte HP nicht.

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