Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Der EU sind Microsofts Lizenzgebühren zu hoch

FTD: EU zwingt Microsoft zu mehr Offenheit. Microsoft wird Konkurrenten die von der EU geforderten Interoperabilitätsinformationen womöglich kostenlos oder zu einem Bruchteil der bislang von Microsoft geforderten Lizenzgebühren zur Verfügung stellen müssen, berichtet die Financial Times Deutschland.
/ Jens Ihlenfeld
90 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die Financial Times Deutschland(öffnet im neuen Fenster) beruft sich auf ein vertrauliches Dokument der EU-Kommission, das die Redaktion habe einsehen können. Demnach soll Microsoft "bestenfalls einen Bruchteil der Lizenzgebühren erheben " dürfen, die das Unternehmen derzeit verlangt.

Microsoft streitet mit der EU-Kommission über die Bedingungen, unter denen der Softwarekonzern Protokolle zur Verfügung zu stellen hat. Die Kommission will auf diesem Weg Microsofts Konkurrenten in die Lage versetzen, zu Windows-Servern kompatible Alternativen zu schaffen, um so für mehr Wettbewerb zu sorgen.

Dabei setzt Microsoft auf ein komplexes Preissystem, bei dem Lizenznehmer bis zu 5,95 Prozent der mit Serversoftware erzielten Einkünfte an Microsoft abführen müssten, schreit die FTD. Wirtschaftlich unattraktiv, finden Microsofts Konkurrenten und auch Neil Barrett, der von der EU mit der Prüfung beauftragte, aber von Microsoft vorgeschlagene Sachverständige. Auch Entwickler freier Software hatten die Bedingungen scharf kritisiert, da Microsofts Konditionen eine Entwicklung kompatibler freier Software auf Basis einer solchen Lizenz unmöglich machen.

"Die von Microsoft erhobenen Gebühren sind überhöht und würden ihnen (den Wettbewerbern) nicht erlauben, Produkte zu entwickeln, die aus wirtschaftlicher Sicht tragbar wären" , zitiert die Financial Times Deutschland aus dem Schreiben der EU-Kommission, die darauf verweist, dass zahlreiche Softwarefirmen, darunter auch Microsoft, Informationen zur Interoperabilität kostenlos anbieten. Anfang März 2007 hatte die Kommission schon erklärt, Microsoft-Protokolle seien nicht innovativ .


Relevante Themen