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Etch: Debian GNU/Linux 4.0 ist fertig

Synaptic-Paketverwaltung
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Eine eher kosmetische Änderung betrifft die Pakete der Mozilla-Programme. Durch einen Markenrechtsstreit benannte Debian diese kurzerhand um. Der Browser Firefox heißt nun Iceweasel, der E-Mail-Client Thunderbird hört auf den Namen Icedove und die Browser-Suite SeaMonkey nennt Debian Iceape. Neben neuem Namen haben die Programme auch neue Logos und die Debian-Entwickler können selbst Patches integrieren, die in der Entwicklungslinie des Mozilla-Projektes nicht zu finden sind.

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Unter der Haube setzt Debian 4.0 auf den Linux-Kernel 2.6.18, wobei auch das Thema Virtualisierung nicht vor der Distribution Halt macht. So gibt es um Xen 3.0.3 und Linux-VServer erweiterte Kernel-Varianten - manuelles Patchen des Kernels entfällt also.

Als Standard-Compiler kommt nun GCC 4.1.1 zum Einsatz und die Glibc 2.3.6 wird von Etch genutzt. Diese arbeitet nicht mehr mit 2.2er-Kernel-Versionen zusammen, so dass vor einem Update mindestens ein Kernel 2.4.x installiert werden muss. Ferner ersetzt das im Userpsace laufende Udev das veraltete Devfs, das von aktuellen Kernel-Versionen auch nicht mehr unterstützt wird. Udev 105 wird bei neuen Installationen auch automatisch eingerichtet und ersetzt damit die alten Hotplug-Scripte. Bei neuen Installationen wird zudem UTF-8 als Zeichencodierung verwendet. Für das Update von älteren Debian-Versionen gibt es das Paket "utf8-migration-tool" - mit einem Haken: Das Werkzeug hat es nicht mehr in Etch geschafft und ist nur im Unstable-Zweig der Debian-Distribution vorhanden.

Des Weiteren entspricht Debian 4.0 der Linux Standard Base (LSB) 3.1 und auf Grund der Richtlinien des Filesystem Hierarchy Standard liegen Dokumentationen nun unter /usr/share/doc anstatt unter /usr/doc. Eine wichtige Neuerung erfuhr auch das Paketmanagement: Etch bringt Secure-Apt mit und überprüft daher die GPG-Schlüssel, mit denen Pakete signiert wurden. Somit soll verhindert werden, dass als nicht vertrauenswürdig eingestufte Pakete installiert werden, was besonders bei einer Distribution mit offenem Entwicklungsprozess nicht verkehrt ist.

Bei der Aktualität der Pakete hat Debian 4.0 abermals Fortschritte gemacht. Dennoch sind viele Pakete bereits jetzt älter als in anderen Distributionen. So ist der letzte Linux-Kernel die Version 2.6.20 (Etch nutzt 2.6.18), X.org ist bei Version 7.2 (Etch setzt 7.1 ein), Compiz bei Version 0.3.6 (in Etch ist es 0.2.2). Die Glibc ist schon bei der Version 2.5 angekommen (Etch: 2.3.6). Die Desktop-Oberfläche KDE ist aktuell bei der Version 3.5.6 (Etch: 3.5.5), GNOME bei der Version 2.18 (Etch: 2.14). Damit ist Etch teilweise schon recht nah an den aktuell verfügbaren Versionen, die teils älteren Pakete erklären sich durch den Entwicklungsprozess.

Der Abmeldedialog
Der Abmeldedialog
Tatsächlich kann es dennoch teilweise zu Problemen durch diese Software-Auswahl kommen, vor allem durch die Glibc-Version. Wer beispielsweise die nativen Windows-Codecs für Linux von Fluendo verwenden möchte, kann dies unter Etch nicht, da sie mindestens die Glibc 2.4 benötigen. Laut den Debian-Entwicklern hätte die Version 2.4 nicht auf allen unterstützten Architekturen funktioniert, weshalb man bei der Version 2.3.6 blieb. Die aktuelle Version 2.5 soll die Architekturprobleme zwar lösen, gelangte dennoch nicht mehr in Etch.

Stichwort Codecs: Wie auch andere freie Distributionen liefert Debian viele Codecs nicht mit, da diese teilweise patentrechtlich bedenklich sind. Fluendos MP3-Plug-In für GStreamer ist allerdings dabei. Zudem ist nun endlich der lange wegen Lizenzstreitigkeiten zurückgehaltene MPlayer mit an Bord, der auch nachprogrammierte Codecs mitbringt. Für die Installation vieler weiterer Codecs bietet sich auch weiterhin Christian Marillats Archiv unter debian-multimedia.org an.

Debian GNU/Linux 4.0 steht auf etlichen Mirror-Servern zum Download bereit. Ein Tutorial erklärt, wie das Update von Sarge funktioniert. Die neue Debian-Version steht für elf offiziell unterstützte Architekturen bereit, darunter x86, AMD64, IA-64, ARM, Alpha, PowerPC und SPARC.

 Etch: Debian GNU/Linux 4.0 ist fertig
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adder 07. Mai 2007

OpenSource OpenMind, warum so untollerant. Ist doch jedem seine Sache was er mag und...

Toby 12. Apr 2007

Ich bin heute vom Osterurlaub zurück und freue mich sehr damit es nun endlich Etch gibt...

Anwender 11. Apr 2007

1. mit dem "bug buddy" erstellst Du eine Fehlermeldung primär für die Gnome-Entwickler...

micb 11. Apr 2007

Trollen? Kenn ich nicht. Ist das auch von Microsoft?

TheH 10. Apr 2007

Und zwei Wochen warten, bis die Dateien da sind :-(


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