Zweiter Entwurf der LGPLv3 vorgestellt
Die LGPLv3(öffnet im neuen Fenster) basiert komplett auf der Neufassung der GPL und räumt über deren Ziffer 7 zusätzliche Rechte ein. Ziel der neuformulierten LGPL ist dabei auch, die GPL nicht zu wiederholen, so dass der zweite Entwurf nur aus insgesamt sieben Abschnitten besteht. Der neue Entwurf enthält kleinere Änderungen an den Formulierungen, die zu einem klarer verständlichen Text führen sollen.
Zudem gibt es einige wenige zusätzliche Absätze, die vornehmlich auch das Ziel haben, die Lizenz zu vereinfachen. Diese beziehen sich beispielsweise auf die Akzeptanz künftiger LGPL-Versionen, wenn ein Stellvertreter für die Lizenzwahl einer Software verantwortlich ist.
Die LGPL wurde ursprünglich als Lizenz für Bibliotheken entwickelt – und hieß auch Library General Public License -, da sie auch den Einsatz LGPL-lizenzierter Bibliotheken in proprietärer Software erlaubt. Auch heute wird sie noch für Bibliotheken verwendet, beispielsweise für die Glibc. Aber auch komplette Programme sind unter der LGPL lizenziert, ein bekanntes Beispiel ist OpenOffice.org.