BeOS-Nachfolger Zeta am Ende
In seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) schreibt der ehemalige YellowTab-Chef Bernd Korz, er würde die Entwicklung von Zeta offiziell einstellen. Ob und wie das Betriebssystem als Open Source veröffentlicht und dem freien BeOS-Nachfolger Haiku(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung gestellt wird, ist derzeit noch unklar. Korz hat nach eigenen Angaben seine Anwälte gebeten, ihn bei diesem Schritt zu unterstützen. Vor der Freigabe muss festgestellt werden, ob eventuell Teile im Quellcode sind, an denen Dritte die Rechte halten. Die Rechte für das original BeOS liegen bei Palm , Zeta setzte jedoch auch auf eine Open-Source-Variante des Systems. Einige ehemalige Zeta-Entwickler hätten jedenfalls bereits ihre Zustimmung zur Freigabe von Zeta gegeben, so Korz.
Was das angekündigte Update für das Betriebssystem angeht, steht ebenfalls noch nicht fest, ob dieses noch erscheinen wird. Es soll einige kleinere Probleme beheben, weshalb Korz derzeit mit dem Distributor Magnussoft verhandelt. Weder YellowTab noch Magnussoft hätten derzeit Zugriff auf den Quelltext, so Korz. Da Zeta ein Gemeinschaftsprojekt sei, würde sich daran auch nichts ändern, so lange die Zeta-Entwickler nicht einen Wunsch in diese Richtung äußern würden, schreibt er weiter.
Bernd Korz will den Zeta-Nutzern noch einige Zeit im IRC-Chat zur Verfügung stehen und seine aktuellen Projekte auf zeta-games.com(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichen, sich anschließend aber komplett aus der Zeta-Community zurückziehen.
Die Zukunft des Betriebssystems war schon länger fraglich. 2006 meldete die Entwicklerfirma YellowTab Insolvenz an. Firmen-Chef Korz arbeitete künftig mit Magnussoft bei der Entwicklung zusammen. Im März 2007 beendete Korz dann die Zusammenarbeit mit den Entwicklern und schürte damit wieder einmal die Spekulationen um die Zukunft des Betriebssystems.