Entwicklungsplattform Launchpad 1.0 erreicht Beta-Phase

Verteilte Software-Entwicklung über Webdienst

Der für die Linux-Distribution Ubuntu entstandene Webdienst Launchpad hat nun die Beta-Phase erreicht und bewegt sich damit weiter auf die fertige Version 1.0 zu. Launchpad ist ein System zur verteilten Software-Entwicklung, das aus verschiedenen Modulen besteht. Neben dem üblichen Code-Hosting gibt es so auch eine Weboberfläche, um Programme zu übersetzen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Launchpad wurde von der Firma Canonical für die Arbeit an ihrer Linux-Distribution Ubuntu geschaffen, wird jedoch nicht nur von den Ubuntu-Programmierern eingesetzt. So nutzen beispielsweise auch die Projekte Zope und Jokosher den Launchpad-Dienst.

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Die Eröffnung der Beta-Phase geht einher mit einem neuen Design der Weboberfläche und vereint verschiedene Dienste, die die Software-Entwicklung durch Communitys erleichtern sollen. So gibt es die Möglichkeit, Teams für unterschiedliche Aufgaben zu bilden und so auch Projekt-Hierarchien zu schaffen. Launchpad bietet zudem natürlich Code-Hosting an, wofür das Bazaar-Versionskontrollsystem verwendet wird. Allerdings muss der Quelltext nicht zwangsläufig direkt in Launchpad gehostet werden, sondern kann in einem beliebigen CVS- oder Subversion-Zweig liegen und ist mittels Bazaar dennoch über Launchpad verfügbar.

Hinzu kommt ein Fehlerverwaltungswerkzeug, das auch die Zusammenarbeit mit anderen Projekten unterstützt. Dies soll besonders auf Open-Source-Software zugeschnitten sein, da hier häufig Code-Stücke anderer Projekte wiederverwendet werden. Wird darin ein Fehler entdeckt und in das System eingetragen, erhalten auch andere Projekte, die denselben Code nutzen, Hinweise darauf. Diese können dann auch gemeinsam daran arbeiten, Fehler zu beheben. Der Zugriff auf die Fehlerverwaltung kann über eine Weboberfläche sowie per E-Mail erfolgen und soll daher sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Entwickler gut nutzbar sein.

Ein weiteres Modul erleichtert die Übersetzung von Programmen, wobei ein Wörterbuch mit einbezogen wird, das bereits entsprechende Vorschläge liefert. Die Lokalisierung soll damit schneller vonstatten gehen. Das Blaupausen-System dient dazu, Ideen für eine Software an zentraler Stelle zu sammeln und rund um die Vorschläge neue Teams zu bilden. Hinzu kommt eine Wissensdatenbank, in der bereits gegebene Antworten auf Fragen gesammelt werden, damit sie sich später einfach abrufen lassen und nicht umständlich Mailinglisten durchsucht werden müssen.

Die Registrierung bei Launchpad ist kostenlos, soll allerdings derzeit noch die manuelle Freischaltung durch das Beta-Team voraussetzen.

Mit seinen Diensten ähnelt Launchpad beispielsweise CollabNet und Sourceforge, dem größten Open-Source-Hoster. Derzeit hat Launchpad etwa 2.700 registrierte Projekte vorzuweisen, die Launchpad allerdings nicht alle als primäre Hosting-Infrastruktur verwenden. Stattdessen arbeiten sie über Launchpad mit anderen Projekten zusammen, die auf ihren Quelltext setzen.

Canonical entwickelte Launchpad zwar für seine freie Linux-Distribution Ubuntu, das System selbst ist jedoch nicht komplett als Open Source verfügbar. Das Ziel sei aber, Launchpad in Zukunft komplett als freie Software anzubieten, heißt es von Canonical. Bisher sind einige Teile schon als Open Source veröffentlicht worden, andere bilden die Basis für kommerzielle Angebote von Canonical.

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