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Telekom will Einstiegsgehälter auf 20.000 Euro reduzieren

Starke Senkung der Arbeitskosten geplant. Die Deutsche Telekom will ihre Personalkosten deutlich senken. Das Unternehmen will im Kundenservice, dem technischen Service und in der Netzproduktion künftig ein Jahresgehalt von 20.000 Euro für Berufseinsteiger festlegen. Das Gehalt soll sich bei zunehmender Betriebszugehörigkeit und bei Erreichen von Leistungszielen auf bis zu 26.000 Euro steigern, schlug der Konzern zum Auftakt der zweiten Tarifverhandlungsrunde mit ver.di vor.
/ Andreas Donath
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Diese Regelung soll der Lohnlinie für Einsteiger entsprechen, die zwischen den Tarifparteien bereits für den T-Mobile-Kundenservice und die T-Punkt-Vertriebsgesellschaft vereinbart wurde.

"Damit wird deutlich, dass wir ver.di hier nicht vor unüberwindbare Hürden stellen. Bliebe es bei den derzeitigen hohen Einstiegslöhnen, könnten wir künftig niemanden mehr einstellen" , drohte Dr. Karl-Gerhard Eick, Personalvorstand der Deutschen Telekom.

Das Durchschnittsalter bei T-Com im Bereich Call-Center liegt nach Angaben des Personalvorstandes bei 43 Jahren, im Bereich technischer Kundendienst bei 45 Jahren und im Bereich technische Infrastruktur bei 47 Jahren. Würden keine Einstellungen mehr vorgenommen, überaltere das Unternehmen.

Die Tarifverträge für die Festnetzsparte sehen bei einer Wochenarbeitszeit von 34 Stunden derzeit ein Einstiegsgehalt von 30.000 bis 34.000 Euro Jahresgehalt vor, die betriebliche Altersversorgung nicht eingerechnet.
"Wenn andere Marktteilnehmer, die mit ver.di Tarifverträge ausgehandelt haben, lediglich bei rund 17.000 Euro liegen und gleichzeitig deutlich höhere Wochenarbeitszeiten haben, sind unsere derzeitigen Einstiegsgehälter aus betriebswirtschaftlicher, aber auch aus sozialer Sicht auf Dauer nicht tragbar , teilte Eick mit.


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