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New Yorks Bürgermeister erzürnt über GTA IV

Schon erster Trailer sorgt für Aufregung. Kurz nach der Veröffentlichung eines Trailers zum für Oktober angekündigten vierten Teil der "Grand Theft Auto"-Serie regen sich die Moralwächter in den USA. Gegenüber einem lokalen Fernsehsender ließ der republikanische Bürgermeister Michael Bloomberg seinen Pressesprecher seine Missbilligung des Titels ausrichten.
/ Nico Ernst
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Zwar spielten auch schon frühere Teile der GTA-Serie in der fiktiven Stadt "Liberty City", die Anlehnung an das reale New York wurde jedoch selten deutlich herausgestellt. Im Trailer zum vierten Teil, der Mitte Oktober in den USA und Europa erscheinen soll, sind jedoch Markenzeichen von New York wie die Freiheitsstatue, das Empire State Building, das Chrysler Building und die Brooklyn Bridge zu sehen.

Grand Theft Auto IV – Trailer
Grand Theft Auto IV – Trailer (01:03)

Dieser direkte Bezug der auch in den USA umstrittenen Spieleserie ärgert Bloomberg, der sich vor allem die Kriminalitätsbekämpfung auf die Fahnen geschrieben hat: Seit seinem Amtsantritt 2002 sollen unter anderem 58 Prozent weniger Autodiebstähle begangen worden sein. Gegenüber der New Yorker Station der CBS-Fernsehkette namens WCBS-TV ließ Bloomberg seinen Pressesprecher ausrichten:(öffnet im neuen Fenster) "Der Bürgermeister unterstützt keine Videospiele, in denen man Punkte für das Verletzen oder Töten von Polizisten bekommt" – der einminütige Trailer, das bisher einzig veröffentlichte Material zu GTA IV, zeigt jedoch weder derartige Szenen noch andere Gewaltakte.

Dennoch haut auch New Yorks Polizeichef Raymond Kelly gegenüber WCBS-TV in dieselbe Kerbe: "Es ist verabscheungswürdig, Gewalt in Spielen wie diesem zu verherrlichen, ganz egal, wie weit hergeholt der Hintergrund sein mag."


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