Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

FairSharing warnt vor einer Indoktrination von Kindern

Kritik an Plänen der Musikindustrie, Unterricht in Schulen zu finanzieren. Die Deutschen Phonoverbände wollen mit den Schadensersatzgeldern aus Verfahren gegen Tauschbörsennutzer Unterricht an Schulen finanzieren. Das FairSharing-Netzwerk warnt vor diesen Plänen, eine "Indoktrination von Kindern" dürfe nicht zugelassen werden.
/ Jens Ihlenfeld
29 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Das FairSharing-Netzwerk setzt sich für die Legalisierung privater Kopien auch über Internet-Tauschbörsen ein. Die Vergütung der Künstler soll dabei über eine so genannte Kulturflatrate, eine Pauschalabgabe auf Internetzugänge und Abspielhardware, organisiert werden. Beteiligt ist dabei das zur Grünen Jugend gehörende Netzwerk Freies Wissen, der Verein FoeBuD und die Attac AG Wissensallmende.

"Es ist ungeheuerlich, dass die Musikindustrie auch 15 Jahre nach Erfindung des MP3-Formates und neun Jahre nach Gründung der Tauschbörse Napster immer noch nicht in der digitalen Realität angekommen ist", so Julian Finn von FairSharing. Die Aktivisten kritisieren die "Kriminalisierung einer ganzen Generation" durch die Musikindustrie.

Neben den Forderungen nach der Abschaffung der Privatkopie stoßen auch die Pläne der Musikindustrie, Unterrichtsstunden in Schulen zu finanzieren, auf Kritik: "Anstatt die Jugendlichen vernünftig aufzuklären und sie auch von ihrem Recht auf private Kopien zu informieren wird hier versucht, Schulhöfe zu indoktrinieren. Wir fordern Schulrektorinnen und Lehrerinnen auf, eine solch gezielte Desinformation zu verhindern", erklärt Sebastian Brux von der Grünen Jugend.


Relevante Themen