HDMI und Grafik: AMD macht 690G-Chipsatz mobil
Den mobilen 690 gibt es in den Varianten "M690T" und "M690V". Letzterer Chipsatz ist leicht abgespeckt und bringt nur einen DVI-Ausgang neben dem Anschluss für das Notebook-Display mit, während der M690T sowohl einen Port für HDMI als auch einen DVI-Ausgang bietet.
Wie bei Notebook-Chipsätzen üblich liegt es bei den Herstellern der Mobilrechner, welche der Funktionen der Bausteine sie auch nutzen wollen. Zur Wahl stehen unter anderem neben der Grafik-Schnittstelle 4 PCI-Express-x1-Ports, 4 SATA-Anschlüsse, ein Kanal für 2 parallele IDE-Laufwerke sowie 10 USB-2.0-Ports. Auch für den altehrwürdigen PCI-Bus stehen noch maximal 6 Slots bereit, einer wird in der Regel bei Notebooks für ein WLAN-Modul als Mini-PCI-Karte belegt. Anders als Intel bietet AMD keine eigenen WLAN-Bausteine an.
Als neue Funktion zum Stromsparen hat sich AMD den "Display Cache" ausgedacht. Dahinter verbirgt sich ein eigener Speicherbereich von maximal 128 MByte Größe, auf den nur der Chipsatz Zugriff hat und nicht die CPU. Ändert sich der Bildschirminhalt nicht, wie es etwa beim Arbeiten mit Office-Anwendungen ständig vorkommt, so können Prozessor und Chipsatz mitsamt dem Hauptspeicher ihre Stromsparmodi einnehmen. Der Refresh, also die Aktualisierung des Bildschirminhalts, erfolgt aus dem Display Cache. Seinen gewöhnlichen Arbeitsspeicher zwackt aber auch der M690 vom Systemspeicher ab. Der Display Cache soll laut AMD im Vergleich zu bisherigen Lösungen mit den gleichen Prozessoren eine Laufzeitverlängerung von einer halben Stunde im Akku-Betrieb bringen.
Zunächst wollen Asus, Fujitsu-Siemens und HP den M690 verbauen. Er eignet sich für alle aktuellen Mobilprozessoren der Serien Sempron, Turion und Turion X2 sowie deren Desktop-Pendants, die man aber in Notebooks tunlichst vermeiden sollte.



