Dell will Linux vorinstallieren
Mit der Webseite "Ideastorm" versuchte Dell herauszufinden, was für Ideen bei den Kunden Zuspruch finden. Dabei stand der Wunsch nach Linux-Rechnern ganz oben auf der Liste, so dass Dell in Sachen Linux noch einmal nachhakte. Zuvor versprach der Computerbauer seinen Kunden bereits Linux, allerdings nur in Form von Zertifizierungen.
Doch dies soll sich nun ändern: Dell plant, künftig sowohl Desktop-Systeme als auch Notebooks mit vorinstalliertem Linux-Betriebssystem anzubieten, heißt es vom Hersteller. Dies bedeutet, dass verschiedene Systeme künftig komplett eingerichtet mit Linux erhältlich wären, anstatt einen Rechner mit leerer Festplatte und Installations-CDs auszuliefern und damit dem Kunden die Installation des Betriebssystems zu überlassen.
Nähere Informationen zu den angebotenen Systemen und zu den ausgewählten Linux-Distributionen will Dell erst in den nächsten Wochen bekannt geben. Eins ist jedoch schon jetzt klar: Der Support soll größtenteils durch die Community geleistet werden. Die letzte Umfrage habe ergeben, dass dies den meisten Kunden reichen würde, sie sich jedoch bessere Hardware-Unterstützung wünschen würden.
Nachdem die Nutzer sich bei der Hardware-Unterstützung auch auf freie Treiber bezogen, gab Dells Linux-Software-Architekt Matt Domsch schon einen Einblick(öffnet im neuen Fenster) in die Treiber-Strategie seines Arbeitgebers. Vornehmlich sollen auf den angebotenen Linux-Systemen freie Treiber zum Einsatz kommen, die direkt im offiziellen Linux-Kernel von kernel.org enthalten sind. Dies sei bereits seit acht Jahren Dells Vorgehen bei den PowerEdge-Servern, die keinerlei proprietäre Treiber voraussetzen würden, so Domsch.
Im Fall von 3D-Grafikkarten wolle man die proprietären Treiber jedoch ebenfalls mitliefern, so dass der Nutzer diese selbst installieren kann. Häufig sind nur 2D-Treiber als Open Source verfügbar. Bei anderen Komponenten wie beispielsweise softwarebasierten Modems (auch als Winmodem bekannt) hingegen empfiehlt Dell, sich zusätzlich ein Hardware-Modem anzuschaffen. Die Integration eines solchen Gerätes durch Dell sei nur möglich, wenn die Geräte überarbeitet würden, was wiederum zusätzliche Kosten verursachen würde. In Zusammenarbeit mit Partnern wolle man jedoch an der Verbesserung freier Treiber für sämtliche Komponenten arbeiten.
- Anzeige Hier geht es zum Dell XPS 13 (9315) bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


