Multicore-Gremium mit Intel, NEC und WindRiver

Schnellere Entwicklung durch einheitliche Programmierschnittstellen

Die bereits Ende 2005 konzipierte "Multicore Association" nimmt nun mit einer Konferenz im kalifornischen Santa Clara die Arbeit auf. Das gemeinnützige Gremium will sich um eine Vereinheitlichung der Softwareschnittstellen für die Programmierung von Systemen mit mehreren Kernen kümmern und hat dafür drei Arbeitsgruppen eingerichtet.

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Da der Trend bei Prozessoren vom Rechenzentrum bis zur Embedded-CPU in einem Auto zu mehreren Kernen geht, stehen vor allem die Softwarehersteller vor neuen Herausforderungen. Vor allem die Kommunikation der Cores untereinander und die Aufteilung von Anwendungen in Threads brauchen neue Protokolle und Entwicklungswerkzeuge.

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Daher formiert sich bereits seit über einem Jahr die "Multicore Association" (MA) , die als gemeinnützige Organisation konzipiert ist. In Santa Clara findet ab dem 27. März 2007 der erste Kongress des Gremiums namens "Mulicore Expo" statt. Zur Eröffnung der Konferenz gab die MA auch ihre Gründungsmitglieder bekannt. Neben Chip-Herstellern wie Intel und NEC, Arc und Freescale finden sich auch Compiler-Hersteller wie Codeplay und die Entwickler von Echtzeit-Betriebssystemen WindRiver in der vorläufigen Mitgliederliste - AMD fehlt hier bisher.

Die Ziele der MA gehen nicht bis auf das Hardware-Design von Mehrkernsystemen und haben zunächst vor allem Embedded-Anwendungen im Auge. Dafür soll mit einer CAPI-Arbeitsgruppe (Communications Application Programming Interface) eine Kommunikationsschicht zwischen Anwendungen und Hardware gelegt werden, welche die Verteilung der Aufgaben direkt regelt.

Da das Betriebssystem möglichst nicht genau weiß, welcher Core mit welchen Aufgaben beschäftigt ist, wird auch das Debugging schwieriger, hier setzt eine Arbeitsgruppe für das Debug API der MA an. Und ein drittes Konsortium kümmert sich um "Transparent Inter Process Communication" (TIPC). Es soll das bisher verwendete TCP/IP für die Kommunikation zwischen Clustern durch ein leistungsfähigeres Protokoll ersetzen.

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Bisher befinden sich die Entwicklungen der MA noch in einer ersten Konzeptionsphase, in der die zu lösenden Probleme priorisiert werden sollen. Mit ersten greifbaren Ergebnissen ist nicht vor dem Ende des Jahres 2007 zu rechnen.

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