Entscheidung über TAL-Miete steht kurz bevor
BREKO kritisiert DSL-Resale als beschäftigungsarmes Geschäftsmodell
Ende dieser Woche entscheidet die Bundesnetzagentur (BNetzA) über die Höhe der neuen Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), voraussichtlich am Mittwoch findet die Abstimmung mit dem Kartellamt statt. Derweil macht die Telekom-Konkurrenz wieder einmal die eigene Position deutlich und fordert eine TAL-Miete von unter 9 Euro.
Der BREKO rechnet für Freitag mit einer Verkündung dieser von April an gültigen Preise. Der Verband hatte eine Absenkung der Monatsmiete für die letzte Meile von 10,65 Euro auf unter 9 Euro gefordert, während die Telekom 12,03 Euro geltend macht. Der Ex-Monopolist macht für eine Erhöhung insbesondere die "besonderen Lasten" verantwortlich, "die die Deutsche Telekom für den sozialverträglichen Personalumbau trägt."
Die Wortmeldung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in diesem Zusammenhang kritisiert der Verband: "Die Schuldzuweisungen von Verdi an die Netzagentur sind unerträglich. Die Resolution der Gewerkschaft an die Behörde ist ein Manifest der Fortschrittsverhinderer."
Der Telekommunikationsanbieter mit eigener Infrastruktur vertretende BREKO sieht die Bundesnetzagentur in der Pflicht, wieder für fairen Wettbewerb der Geschäftsmodelle zu sorgen. Während die TAL-Preise für BREKO-Mitglieder wie Arcor, Versatel, HanseNet, EWE TEL oder NetCologne seit 1998 der Regulierung unterliegen, seien die Vorleistungspreise zwischen Telekom und den Resellern, die über kein eigenes Netz verfügen, immer noch frei aushandelbar. Infolgedessen sei es den Resellern zwischen 2004 und 2006 gelungen, durch Einkaufsvorteile ihre DSL-Anschlusszahl zu verdreizehnfachen, während die BREKO-Unternehmen ihre lediglich um den Faktor drei erhöhen konnten. Allein im letzten Jahr sei DSL bei den Resellern doppelt so schnell gewachsen wie bei den Netzbetreibern.
Nach Ansicht von BREKO-Präsident Peer Knauer, werde damit ein beschäftigungsarmes Geschäftsmodell gefördert. "Anstatt nur Besitzstände wahren zu wollen, sollte Verdi darüber nachdenken, wie viele Arbeitsplätze nicht geschaffen werden, weil die Telekom die DSL-Discounter subventioniert".
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Was aber wohl vor allem damit zu tun hat, daß viele Kunden lieber weiterhin günstiges...