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Ubuntu auf der Xbox 360

Installation ist nicht trivial. Dass sich Fremdcode auf Microsofts Spielekonsole Xbox 360 ausführen lässt, ist bereits länger bekannt. Nun demonstriert ein Video, wie die Linux-Distribution Ubuntu auf der Xbox 360 gestartet werden kann. Die dafür nötigen Schritte sind allerdings nicht trivial.
/ Julius Stiebert
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Schon auf dem 23. "Chaos Communication Congress" (23C3) im Dezember 2006 führte ein maskierter Hacker eigenen Code auf der Xbox 360 aus. Patches für den Linux-Kernel tauchten dann im März 2007 auf, durch die das freie Betriebssystem die Hardware der Spielekonsole unterstützt. Ein Video zeigt nun auch, dass sich die Linux-Distribution Ubuntu(öffnet im neuen Fenster) auf dem Gerät nutzen lässt.

Allerdings ist die Installation keinesfalls einfach durch Einlegen einer CD erledigt. Vielmehr müssen gleich verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein und es sind mehrere Schritte(öffnet im neuen Fenster) notwendig, die viele Nutzer wohl von dem Versuch abhalten werden. So muss ein Xbox-Kernel mit Sicherheitslücke (Version 4532 oder 4548) vorhanden sein, die in neueren Firmware-Versionen bereits geschlossen wurde. Auch das DVD-Laufwerk muss mit einer anderen Firmware geflasht werden.

Ferner benötigen Experimentierwillige das Spiel King Kong, den Xell-Boot-Loader und einen NFS-Server, der üblicherweise auf einem Linux-System läuft. Darüber lässt sich dann die Linux-Distribution starten. Der Linux-Kernel muss anschließend mit den Xbox-360-Patches neu kompiliert werden, so dass auch ein entsprechender Compiler benötigt wird. Eine Installation auf der Festplatte der Xbox 360 ist auch möglich. Durch die derzeit notwendige Handarbeit ist die Linux-Installation auf der Spielekonsole noch recht aufwendig und umständlich. Zudem empfiehlt sie sich nur für erfahrene Nutzer, die beispielsweise mit dem Kernel-Kompilieren vertraut sind.


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