Weniger EU-Geld: Dresden fürchtet um neue Chipfabrik von AMD

Nächste Halbleiter-Fabrik von AMD könnte in New York gebaut werden

Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) hat der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt Befürchtungen geäußert, das nächste Halbleiter-Werk von AMD könnte nicht mehr in Dresden gebaut werden. Der Grund seien die seit Beginn des Jahres 2007 gekürzten Fördergelder der Europäischen Union, meint der CDU-Politiker.

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Derzeit plant AMD eine dritte eigene Chipfabrik neben den bereits bestehenden Werken in Dresden und einer Auftragsfertigung bei Chartered in Singapur. Im Rennen sind hier vor allem die Standorte Dresden und Luther Forest im US-Bundesstaat New York. Für ein neues Werk in New York hat AMD eine Option auf Fördergelder in bisher offiziell ungenannter Höhe, die zum 31. Juli 2007 ausläuft.

Georg Milbradt bei AMDs 10-Jahr-Feier in Dresden
Georg Milbradt bei AMDs 10-Jahr-Feier in Dresden
Wie Georg Milbradt gegenüber der FAZ sagte, soll New York AMD eine Milliarde US-Dollar bieten, wenn der Chiphersteller sein neues Werk dort errichtet. "Da können wir nicht mehr mithalten" meinte Milbradt. Bei einem Investitionsvolumen von insgesamt 3,2 Milliarden US-Dollar für die neue Fab, so rechnet die FAZ vor, würden inzwischen für Dresden nur EU- und Bundesmittel von 326 Millionen US-Dollar zur Verfügung stehen. Der Höchstsatz für Investitionsbeteilungen ist durch EU-Verordnungen von 35 Prozent im Jahr 2002 auf inzwischen 11,4 Prozent gesenkt worden.

Wie der sächsische Ministerpräsident der Zeitung erklärte, hält er die Industriepolitik der EU für zu sehr nach innen gekehrt, es gehe aber um einen globalen Wettbewerb der Regionen: "Ich bin kein Freund der Förder- und Industriepolitik. Aber die Alternative ist, dass die Zukunftsbranchen aus Europa abwandern, und das kann niemand wollen" sagte Milbradt der FAZ.

AMDs Fabs in Dresden (Bild: AMD)
AMDs Fabs in Dresden (Bild: AMD)
Derzeit beschäftigt AMD in seinen Werken in Dresden rund 3.000 Mitarbeiter, derzeit wird die erste "Fab 30" zur "Fab 38" umgebaut, während der Betrieb in der "Fab 36" weiterläuft. Laut der sächsischen Landesregierung sollen in dem Bundesland in der Halbleiter-Industrie insgesamt 22.000 Personen beschäftigt sein, die einen Jahresumsatz von 3 Milliarden Euro erwirtschaften. Insgesamt sollen bereits 10 Milliarden an Fördermitteln nach "Silicon Saxony" geflossen sein.

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Rednox 31. Mär 2007

Was ist mit dem Wirtschaftlichem Aspekt? Ohne AMD wäre es Dresden wesentlich schwerer...

+++++ 27. Mär 2007

... ist schon fast wieder komisch, was sich hier für "Experten" tummeln. Ihr solltet...

deshalb 27. Mär 2007

äh, warum sollte man nicht eine ganze fabrik abtransportieren können? alles schön...

45tdgf3 26. Mär 2007

Es geht darum, ob die Fabrik in USA oder Deutschland gebaut wird und wenn ein...



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