Beryl und Compiz bald wieder ein Projekt?
Compiz wurde maßgeblich von Novell entwickelt, was allerdings zum Großteil hinter verschlossenen Türen geschah. Nachdem die Entwicklung wieder öffentlich stattfand, stieß Compiz schnell auf das Interesse anderer Programmierer, so dass Erweiterungen geschrieben wurden – einige im Rahmen des Compiz-Quinnstorm-Projektes, das sich im September 2006 unter dem Namen Beryl vom Ursprungsprojekt abspaltete.
Mittlerweile unterscheidet sich Beryl deutlich vom Ursprungsprojekt und hat etwa dreimal so viel Quelltext wie Compiz. Dennoch diskutieren(öffnet im neuen Fenster) die Entwickler eine Wiedervereinigung mit dem Compiz-Projekt. Auch Compiz-Hauptentwickler David Reveman soll sich bereits positiv über einen Zusammenschluss geäußert haben, berichtet(öffnet im neuen Fenster) einer der Beryl-Entwickler.
Derzeit muss wohl vor allem geklärt werden, wie der Zusammenschluss erfolgen könne, auch wenn Beryl-Projektleiter Quinn Storm bereits die Möglichkeit erwähnte, später erneut einen Fork zu schaffen(öffnet im neuen Fenster). Auf jeden Fall müsste der Zusammenschluss unter einem neuen Namen erfolgen – "Coral" ist ein Vorschlag(öffnet im neuen Fenster). Durch die Zusammenarbeit könnten die Kräfte beider Projekte gebündelt werden, allerdings bemerkt Storm auch, dass dabei unter Umständen etwas Freiheit verloren ginge. Während Beryl unter der GNU General Public License (GPL) steht, wird Compiz unter der MIT-Lizenz entwickelt, die den Einsatz von Quellcode in Programmen erlaubt, die nicht offenliegen. Die endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


