Webgesteuerter Vogelroboter soll Tauben verjagen
Via PC, Handy oder Laptop Schreie kontrollieren
Die britische Firma Robop hat einen elektronischen Vogel gleichen Namens entwickelt, der Tauben vertreiben soll. Der Taubenschreck sieht aus wie ein Wanderfalke, er ahmt dessen Schrei nach und bewegt sich wie der Raubvogel. Gesteuert wird er von einem Minicomputer.
Der Falke mit der künstlichen Intelligenz soll zum einen die Tauben aufschrecken und in Panik versetzen. Zum anderen soll er sie vollständig vertreiben, es wird simuliert, dass er sich scheinbar fest in ihrem Revier niedergelassen habe. In der Natur gilt der Falke als natürlicher Feind der Tauben.
Im Innern der Falkenattrappe befindet sich ein kleiner, wetterfester Computer, der entsprechende Töne gespeichert hat, von Zeit zu Zeit schlägt er mit den Flügeln. Die Steuerung des Vogels ist über eine Fernbedienung möglich, hat der Falke doch die Elektronik eines Nokia-Handys eingebaut. Damit soll der Besitzer über das Internet den Akkustand überprüfen und den Vogel neu programmieren können. So kann beispielsweise die Lautstärke verändert werden.
Es sind eine Reihe von Bewegungsmustern hinterlegt, Robop empfiehlt jedoch, die programmierten Standards zu verwenden, da diese das natürliche Verhalten der Falken am besten widerspiegelten. Als Grundlage für die Töne wurde ein echter Falkenschrei aufgezeichnet. Das Timing der Rufe wird von einem Mikroprozessor gesteuert, die Laute selbst werden über einen Sprachchip wiedergegeben, der einen wasserfesten Mylar-Lautsprecher im Schwanz des Vogels ansteuert. Wie viele Schrei- und Bewegungsvarianten es gibt, ist nicht bekannt.
Der Vogel hat einen NiMH-Akku, der bis zu zwei Wochen durchhalten soll.
In mehreren Feldversuchen soll der falsche Falke bereits seine Tauglichkeit bewiesen haben. Falknereien zweifeln die Effektivität des Roboter-Falken jedoch an. Sie sagen, die Tauben würden sich an den Automaten schnell gewöhnen, so dass der Abschreckungseffekt im Sande verlaufe. Einen ähnlichen Gewöhnungseffekt kann man bei Vogelscheuchen auf frischen Saatfeldern beobachten.
Bislang wird der künstliche Falke in Stadtzentren, von Firmen, in Lagerhäusern, auf Farmen und für Gebäude städtischer Behörden eingesetzt. Selbst ein Golfplatz soll sich damit schützen lassen, so der Hersteller. Die Stadtverwaltung von Liverpool plant nun die Montage von zehn Raubvogelattrappen, um die Taubenpopulation aus dem Stadtzentrum zu vertreiben. Anlass: Liverpool ist zur Kulturhauptstadt 2008 gewählt worden.
Ein Standard Robop kostet 1.850,- britische Pfund (etwa 2.750 Euro), hinzu kommen die Kosten für Dreharm und Halterung. Eine typische Installation arbeite mit zwei Robops und sechs Halterungen.
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Das Ergebnis: Tote Tauben!!! Sie liegen höchsten noch in letzten Zügen kichernd vor dem...
...geht auch ganz ohne Elektronik! http://www.welt.de/print-wams/article126435...
Aus den Augen - aus dem Sinn. Anstatt an die Ursachen der Taubenflut zu beseitigen...
Wenn Du in Deinem Geiste das Wort "möglichen" ignorierst, kann der Eindruck entstehen...