Drahtloses USB mit 480 MBit/s wird ISO-Standard
Mit der Anerkennung der "International Organisation for Standardization" (ISO) hat die auch als "Ultra-Wideband" (UWB) bekannte Technik eine wichtige Hürde genommen. Dem Namen entsprechend belegt UWB Frequenzen von 3,1 bis 10,6 GHz, es handelt sich also um Mikrowellen - die zudem auch mit WLANs und Satellitenübertragungen kollidieren.
Der UWB-Funk arbeitet aber mit sehr geringen Signalstärken und kann die verwendeten Frequenzen sehr schnell wechseln, um andere Geräte nicht zu beeinträchtigen. Die Anerkennung als ISO-Standard ist ein Erfolg für das WiMedia-Konsortium, da neben seinem Vorschlag auch ein Entwurf des "UWB-Forums" im Rennen war. Ein anderes Gremium, das USB Implementors Forum, hatte sich jedoch schon für die UWB-Umsetzung von WiMedia ausgesprochen.
Unter dem Schlagwort "Wireless USB" führte auch WiMedia-Mitbegründer Intel UWB auf seiner Entwicklerkonferenz IDF immer wieder vor. Über ein bis zwei Meter ließen sich bei Sichtverbindung 480 MBit/s erreichen, was der Bruttorate von USB 2.0 entspricht. Wireless USB ist dabei softwarekompatibel zu verdrahtetem USB, was den Entwicklungsaufand reduziert. Auf 10 Meter Distanz sollen immerhin noch 110 MBit/s erreicht werden können.
Auch andere Funkstandards, die dem Kabelersatz bei temporären Netzen dienen, wurden bereits mit UWB vorgeführt - beispielsweise Bluetooth. International verfügbare Produkte hat jedoch noch kein Unternehmen angekündigt, da die Freigabe der Frequenzen in vielen Ländern noch aussteht.