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BenQ Mobile: 4.350 Gläubiger fordern 1,2 Milliarden Euro

"Damit war ein wesentlicher Teil der Mobiltelefongruppe für den Insolvenzverwalter nicht greifbar und stand auch nicht für die Verhandlungen mit Investoren zur Verfügung", erläutert Prager. Diesen habe man daher auch kein wirklich internationales Geschäft mit einer internationalen Vertriebsorganisation und weltweiten Billiglohnstandorten anbieten können. Hinzu seien die bekannten Defizite gekommen wie eine weitgehend verbrannte Marke. "Die Interessenten mussten entweder eine eigene starke Marke mitbringen oder sich auf das von uns vorgeschlagene Geschäftsmodell der Auftragsentwicklung und Fertigung einlassen."

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Anfangs habe es durchaus seriöse Interessenten am Geschäft der Schuldnerin gegeben, so Prager. Mit strategischen Investoren aus dem Umfeld der Schuldnerin habe er mehrfach intensive Gespräche geführt - ohne Ergebnis. Teilweise seien die Gesprächspartner erleichtert gewesen, dass ein Wettbewerber vom Markt verschwindet, teilweise seien auch schlicht keinerlei Synergien erkennbar gewesen. Die ebenfalls zunächst interessierten Finanzinvestoren, darunter auch insolvenzerfahrene Fonds, hätten schließlich allesamt mit Hinweisen auf die schwierige Umsatzplanung und den fehlenden internationalen Vertrieb abgesagt.

"Übrig blieben zum Schluss einige wenige Interessenten mit Konzepten, deren Tragfähigkeit eher fraglich war." Von diesen habe keiner die notwendigen Finanzierungsnachweise erbracht, stattdessen sei zum Teil versucht worden, Druck über die Öffentlichkeit auszuüben. "Fakt ist: Keiner wollte oder konnte kaufen", schloss Prager. "Das ist außerordentlich zu bedauern, sowohl aus Mitarbeitersicht wegen der wegfallenden Arbeitsplätze als auch aus Gläubigersicht, denn die Fortführungswerte im Falle einer übertragenden Sanierung liegen in aller Regel über den Liquidationswerten."

Vor diesem Hintergrund habe er Ende Februar 2007 mit Zustimmung des Gläubigerausschusses den Prozess zur Verwertung der einzelnen Vermögensteile eingeleitet und konzentriere sich nun darauf, optimale Verkaufserlöse zu erzielen, um die ausstehenden Forderungen der Mitarbeiter und Lieferanten zumindest teilweise befriedigen zu können. Bis zum Abschluss des Verfahrens könne es angesichts der Größenordnung und drohender Rechtsstreitigkeiten allerdings Jahre dauern.

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Michael - alt 22. Mär 2007

Stimmt. Allerdings wurde diese Strategie ermöglicht durch die unseligen Diskussionen um...

Pollux 22. Mär 2007

Das ist natürlich ganz besonders schlau. Wettbewerbsfähige Produkte aus moralischen...

Michael - alt 21. Mär 2007

Die Gewerkschaften und schlampige Mitarbeiter sind schuld.

Gnubbel 21. Mär 2007

Und welcher Mensch -ob Anwalt oder nicht- würde diesen Vorgang kostenlos organisieren...

Schuttschuppen 21. Mär 2007

die habens nicht anders verdient....


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