BenQ Mobile: 4.350 Gläubiger fordern 1,2 Milliarden Euro

"Damit war ein wesentlicher Teil der Mobiltelefongruppe für den Insolvenzverwalter nicht greifbar und stand auch nicht für die Verhandlungen mit Investoren zur Verfügung", erläutert Prager. Diesen habe man daher auch kein wirklich internationales Geschäft mit einer internationalen Vertriebsorganisation und weltweiten Billiglohnstandorten anbieten können. Hinzu seien die bekannten Defizite gekommen wie eine weitgehend verbrannte Marke. "Die Interessenten mussten entweder eine eigene starke Marke mitbringen oder sich auf das von uns vorgeschlagene Geschäftsmodell der Auftragsentwicklung und Fertigung einlassen."

Stellenmarkt
  1. Azure Engineer (w/m/d)
    Stromnetz Hamburg GmbH, Hamburg
  2. Administrator (m/w/d) für ITSM/BMC Remedy
    Versicherungskammer Bayern, München
Detailsuche

Anfangs habe es durchaus seriöse Interessenten am Geschäft der Schuldnerin gegeben, so Prager. Mit strategischen Investoren aus dem Umfeld der Schuldnerin habe er mehrfach intensive Gespräche geführt - ohne Ergebnis. Teilweise seien die Gesprächspartner erleichtert gewesen, dass ein Wettbewerber vom Markt verschwindet, teilweise seien auch schlicht keinerlei Synergien erkennbar gewesen. Die ebenfalls zunächst interessierten Finanzinvestoren, darunter auch insolvenzerfahrene Fonds, hätten schließlich allesamt mit Hinweisen auf die schwierige Umsatzplanung und den fehlenden internationalen Vertrieb abgesagt.

"Übrig blieben zum Schluss einige wenige Interessenten mit Konzepten, deren Tragfähigkeit eher fraglich war." Von diesen habe keiner die notwendigen Finanzierungsnachweise erbracht, stattdessen sei zum Teil versucht worden, Druck über die Öffentlichkeit auszuüben. "Fakt ist: Keiner wollte oder konnte kaufen", schloss Prager. "Das ist außerordentlich zu bedauern, sowohl aus Mitarbeitersicht wegen der wegfallenden Arbeitsplätze als auch aus Gläubigersicht, denn die Fortführungswerte im Falle einer übertragenden Sanierung liegen in aller Regel über den Liquidationswerten."

Vor diesem Hintergrund habe er Ende Februar 2007 mit Zustimmung des Gläubigerausschusses den Prozess zur Verwertung der einzelnen Vermögensteile eingeleitet und konzentriere sich nun darauf, optimale Verkaufserlöse zu erzielen, um die ausstehenden Forderungen der Mitarbeiter und Lieferanten zumindest teilweise befriedigen zu können. Bis zum Abschluss des Verfahrens könne es angesichts der Größenordnung und drohender Rechtsstreitigkeiten allerdings Jahre dauern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 BenQ Mobile: 4.350 Gläubiger fordern 1,2 Milliarden Euro
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Michael - alt 22. Mär 2007

Stimmt. Allerdings wurde diese Strategie ermöglicht durch die unseligen Diskussionen um...

Pollux 22. Mär 2007

Das ist natürlich ganz besonders schlau. Wettbewerbsfähige Produkte aus moralischen...

Michael - alt 21. Mär 2007

Die Gewerkschaften und schlampige Mitarbeiter sind schuld.

Gnubbel 21. Mär 2007

Und welcher Mensch -ob Anwalt oder nicht- würde diesen Vorgang kostenlos organisieren...

Schuttschuppen 21. Mär 2007

die habens nicht anders verdient....



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kickstarter
Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi

Auf Basis des Raspberry Pi CM 4 entsteht die Pibox. Mittels Carrier-Platinen können daran zwei 2,5-Zoll-Laufwerke angeschlossen werden.

Kickstarter: Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi
Artikel
  1. Exascale: Europa-Supercomputer nutzt ARM mit Intel-Beschleunigern
    Exascale
    Europa-Supercomputer nutzt ARM mit Intel-Beschleunigern

    Der erste europäische Supercomputer der Exascale-Klasse kombiniert eigene ARM-Prozessoren, die Sipearl Rhea, mit Intels Ponte Vecchio.

  2. S9U fürs Homeoffice: Samsung stellt 49-Zoll-Ultrawide-Monitor mit KVM-Switch vor
    S9U fürs Homeoffice
    Samsung stellt 49-Zoll-Ultrawide-Monitor mit KVM-Switch vor

    Der S9U ist Samsungs neuer 32:9-Bildschirm. Er integriert USB-C mit 90 Watt Power Delivery und einen KVM-Switch. Das Panel schafft 120 Hz.

  3. XTurismo: Fliegendes Jetski aus Japan für knapp 600.000 Euro
    XTurismo
    Fliegendes Jetski aus Japan für knapp 600.000 Euro

    Wo auch immer man sie fliegen dürfen wird, Multikopter für den Personentransport sind im Kommen. Dieses Flugobjekt stammt aus Japan.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • WD Black SN750 1TB 89,90€ • Acer 27" FHD 165Hz 191,59€ • PS5 Digital + 2. Dualsense + 100€-Amazon-Gutschein mit o2-Vertrag sofort lieferbar • Kingston 1TB PCIe 69,90€ • GTA Trilogy Definitive 59,99€ • Alternate-Deals (u. a. Apacer 960GB SATA 82,90€) [Werbung]
    •  /