Abo
  • Services:
Anzeige

BenQ Mobile: 4.350 Gläubiger fordern 1,2 Milliarden Euro

Immerhin liege das bisherige Verwertungsergebnis bereits zum jetzigen Zeitpunkt höher als Ende Dezember 2006 im Insolvenzgutachten geschätzt, berichtete Prager. So habe man beispielsweise noch 284.000 Mobiltelefone fertig stellen und verkaufen können und damit höhere Erlöse erzielt als erwartet. Nachdem Großkunden wie etwa die Netzbetreiber auf ihre vollen Lager verwiesen hätten, habe man vor allem Osteuropa als Absatzmarkt genutzt. Insgesamt seien seit Verfahrensbeginn im September 2006 1,7 Millionen Mobiltelefone zu einem Durchschnittspreis von 50 Euro pro Stück verkauft und ein Umsatz von 85 Millionen Euro generiert worden. "Im Vergleich zur ursprünglichen Prognose des Managements von 393 Millionen Euro allein für das vierte Quartal 2006 ist das aber sehr wenig", erläuterte Prager.

Anzeige

In seinem Bericht vor den 398 angereisten Gläubigern vollzog Prager noch einmal ausführlich den Weg des Unternehmens von den technikbasierten Erfolgen der 80er-Jahre bis zum Niedergang seit 2004. Dieser kulminierte im letzten Geschäftsjahr unter BenQ in einem Verlust von 850 Millionen Euro bei 1,75 Milliarden Euro Umsatz. "Das entspricht einer Umsatzrendite von minus 50 Prozent", ergänzt Prager.

Infolge des Insolvenzantrages schließlich seien die Preise für Mobiltelefone der Marke Siemens BenQ massiv eingebrochen, erklärte Prager. Dieser Preisverfall habe die Erlöse noch unter die Roherträge fallen lassen. "Damit war frühzeitig offensichtlich, dass nach Insolvenzeröffnung eine Fortführung zu Vollkosten für den Insolvenzverwalter nicht machbar sein würde."

Vor diesem Hintergrund habe sein Hauptaugenmerk von Anfang an auf dem Verkauf des Geschäftsbetriebes gelegen, betonte Prager. Er habe ein Team von zwei internen und zwei externen M&A-Beratern auf das Thema angesetzt und insgesamt mit weit über 100 Interessenten gesprochen, mit 30 von ihnen wurden Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnet, damit sich diese das Unternehmen genauer ansehen konnten.

Erschwert worden seien diese Gespräche unter anderem durch die besondere gesellschaftsrechtliche Situation von BenQ Mobile. Die deutsche Gesellschaft hatte zwar zahlreiche Koordinierungs- und Leitungsaufgaben für den Konzern übernommen, juristisch gesehen war sie aber nur eine deutsche Gesellschaft, in deren Einflussbereich sich auch nur der deutsche Vertrieb, ein Teil der Entwicklung und ein Teil der Produktion befand. Die Produktionsgesellschaften und FuE-Aktivitäten in Billiglohnländern wie etwa Brasilien und China unterstanden Schwestergesellschaften. Gespräche mit der BenQ Corporation über eine Änderung dieser Situation blieben ergebnislos.

 BenQ Mobile: 4.350 Gläubiger fordern 1,2 Milliarden EuroBenQ Mobile: 4.350 Gläubiger fordern 1,2 Milliarden Euro 

eye home zur Startseite
Michael - alt 22. Mär 2007

Stimmt. Allerdings wurde diese Strategie ermöglicht durch die unseligen Diskussionen um...

Pollux 22. Mär 2007

Das ist natürlich ganz besonders schlau. Wettbewerbsfähige Produkte aus moralischen...

Michael - alt 21. Mär 2007

Die Gewerkschaften und schlampige Mitarbeiter sind schuld.

Gnubbel 21. Mär 2007

Und welcher Mensch -ob Anwalt oder nicht- würde diesen Vorgang kostenlos organisieren...

Schuttschuppen 21. Mär 2007

die habens nicht anders verdient....


Ralphs Piratenblog / 21. Mär 2007



Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, deutschlandweit
  2. Ratbacher GmbH, Görlitz
  3. T-Systems International GmbH, Wolfsburg
  4. Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, Nürtingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)

Folgen Sie uns
       


  1. Mass Effect

    Bioware erklärt Arbeit an Kampagne von Andromeda für beendet

  2. Kitkat-Werbespot

    Atari verklagt Nestlé wegen angeblichem Breakout-Imitat

  3. Smarter Lautsprecher

    Google Home erhält Bluetooth-Zuspielung und Spotify Free

  4. Reverb

    Smartphone-App aktiviert Alexa auf Zuruf

  5. Bildbearbeitung

    Google-Algorithmus entfernt Wasserzeichen auf Fotos

  6. Ladestationen

    Regierung lehnt Zwangsverkabelung von Tiefgaragen ab

  7. Raspberry Pi

    Raspbian auf Stretch upgedatet

  8. Trotz Förderung

    Breitbandausbau kommt nur schleppend voran

  9. Nvidia

    Keine Volta-basierten Geforces in 2017

  10. Grafikkarte

    Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Threadripper 1950X und 1920X im Test: AMD hat die schnellste Desktop-CPU
Threadripper 1950X und 1920X im Test
AMD hat die schnellste Desktop-CPU
  1. Ryzen AMD bestätigt Compiler-Fehler unter Linux
  2. CPU Achtkerniger Threadripper erscheint Ende August
  3. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test Harte Gegner für Intels Core i3

Sysadmin Day 2017: Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte
Sysadmin Day 2017
Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte

Ausweis: Prepaid-Registrierung bislang nicht konsequent umgesetzt
Ausweis
Prepaid-Registrierung bislang nicht konsequent umgesetzt
  1. 10 GBit/s Erste 5G-Endgeräte sind noch einen Kubikmeter groß
  2. Verbraucherzentrale Datenlimits bei EU-Roaming wären vermeidbar
  3. Internet Anbieter umgehen Wegfall der EU-Roaming-Gebühren

  1. Re: Ach Bioware....

    Ember | 17:18

  2. Re: Es gibt einen grundsätzlichen Denkfehler bei...

    derdiedas | 17:17

  3. Re: Viele Hersteller würden sich freuen,

    DonKamillentee | 17:17

  4. Re: Danke Electronic Arts...

    gaym0r | 17:08

  5. Re: Finde ich gut

    User_x | 17:07


  1. 13:33

  2. 13:01

  3. 12:32

  4. 11:50

  5. 14:38

  6. 12:42

  7. 11:59

  8. 11:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel