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Spieletest: Ghost Rider - Flammen, Chopper, Plagiate

Filmumsetzung von 2K Games kann nur kurzfristig überzeugen. Über die Qualität der Comic-Verfilmung Ghost Rider gehen die Meinungen weit auseinander – während die Kritiker an dem Film kaum ein gutes Haar ließen, waren viele Fans der gezeichneten Vorlage durchaus zufrieden mit Nicholas Cage in der Rolle von Johnny Blaze. Die passende Videospielumsetzung von 2K Games dürfte hingegen kaum polarisieren; hier werden sich die meisten Käufer leider schnell einig sein in ihrer Meinung.
/ Thorsten Wiesner
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Auf der PlayStation 2 erzählt Ghost Rider nicht direkt die Geschichte des Films nach, sondern verquirlt lose diverse Handlungsstränge aus den Comics zu einem zunächst recht ansehnlichen Action-Titel. Im Mittelpunkt steht natürlich der vom Spieler gesteuerte Stuntman Johnny Blaze, der seine Seele dem Teufel verkauft hat, um seinen Vater zu retten – sich dann letztendlich aber doch gegen Mephisto auflehnt und fortan einer Horde von Dämonen gegenübersteht.

In einem düsteren Höllenszenario darf fortan mit der eigenen Stahlpeitsche auf diverse Widersacher eingeprügelt werden, wobei spielerische Parallelen zu Devil May Cry und vor allem God Of War doch mehr als deutlich zu erkennen sind. Allerdings nicht unbedingt in qualitativer Hinsicht: Zwar lernt Blaze im Laufe der Zeit neue Combos kennen, kann sich in einen Rausch steigern oder durch das beständige Einsammeln von Seelen (die besiegte Gegner hinterlassen) die eigene Lebensleiste ausbauen.

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Faktisch artet das Ganze aber meist in recht hektisches Knöpfchengedrücke aus – was nach einiger Zeit noch dröger wird, da sich Gegner-Art und Level-Design ständig wiederholen. Überhaupt ist das äußerst lineare Vorgehen – immer muss erst ein bestimmtes Areal von allen Feinden gesäubert werden, bevor sich der nächste Durchgang öffnet – im Jahr 2007 doch ein wenig antiquiert.

Immerhin darf der Ghost Rider von Zeit zu Zeit auf seinem Motorrad Platz nehmen und dann diversen Hindernissen ausweichen oder vom Chopper aus Feuerbälle versprühen – dank etwas schwammiger Steuerung allerdings auch nur ein begrenzt unterhaltsames Vergnügen.

Ghost Rider ist für die PlayStation 2 bereits im Handel erhältlich und kostet etwa 40,- Euro. Gleichzeitig ist auch eine PSP-Version verfügbar, die uns allerdings nicht zum Test vorlag. Die USK hat dem Titel eine Freigabe ab 16 Jahren erteilt.

Fazit:
Mit einer gelungenen God-Of-War-Kopie im Ghost-Rider-Universum hätte man sicherlich gut leben können, das jetzt erhältliche PS2-Spiel eifert dem großen Vorbild aber leider nur halbherzig nach – gerade was Umfang, Abwechslung und spielerische Möglichkeiten betrifft, geht dieser Umsetzung im Grunde schon nach 30 Minuten die Puste aus.


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