Novell: "Wir fühlen uns Open Source verpflichtet"

Golem.de: Novell und Microsoft haben kürzlich eine Roadmap veröffentlicht, die die Zusammenarbeit näher beschreibt. Können Sie die Gebiete trotzdem nochmal zusammenfassen?

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Holger Dyroff: Es sind vier Bereiche. Zum einen der Bereich Virtualisierung mit sehr kurzfristigen Ergebnissen. Bereits im zweiten Quartal 2007 werden wir Windows voll virtualisiert zusammen mit dem Suse Linux Enterprise Server 10 Service Pack 1 anbieten. Da wird es dann paravirtualisierte Treiber geben, um über 85 Prozent und bis zu 97 Prozent Leistung eines nativen Systems zu erreichen. Umgekehrt wird Microsoft mit dem nächsten Virtual Server auch SLES 10 unterstützen. Dort dann allerdings in einer normalen Softwarevirtualisierung, die nicht so viel Leistung bringt wie die Paravirtualisierung mit dem Xen-Hypervisor.

Wir haben außerdem vereinbart, gegenseitige Zertifizierungen und Support für diese Lösungen zu liefern. Heute spielen die verschiedenen Anbieter beim Einsatz von Virtualisierung häufig noch Ping-Pong miteinander. Oracle beispielsweise hat noch keine Freigabe für eine Virtualiserungslösung erteilt, die Oracle offiziell unterstützen würde. Im Zweifel schiebt der Support dann das Problem auf die Virtualisierung und verlangt die Reproduktion in einer nativen Umgebung. Das ist natürlich schwierig. Wir klären Probleme hingegen hinter den Kulissen und haben dafür auch ein Virtualisierungstest-Labor.

Das zweite wichtige Thema - auch ein Open-Source-Thema - sind die Office-Formate. Wir bieten OpenOffice.org ja in einer Novell-Edition für Linux und Windows an und haben vereinbart, die Office-Formate gegenseitig zu unterstützen. Novell hat dabei eine Führungsrolle in der Entwicklung übernommen und in einem Open-Source-Projekt einen Konverter von Microsofts Open XML nach OpenDocument entwickelt. Dieser wird früher oder später auch direkt in OpenOffice.org integriert.

Zum anderen beteiligen wir uns an einem Projekt, um einen Konverter für den umgekehrten Weg zu erstellen. Wir streben eine hundertprozentige Richtigkeit dieser Konverter an. Die finalen Versionen wird es Mitte 2008 geben, aber die erste Version des OpenOffice.org-Konverters haben wir schon veröffentlicht. Mit dem Service Pack 1 für Suse Linux Enterprise wird es eine zweite Version geben, die auch mit OpenOffice.org 2.1 funktioniert.

Die anderen beiden Bereiche der Vereinbarung sind noch nicht so detailliert verfügbar. Hier geht es um Web-Services-Management. Wir unterstützen die Implementierung in einem Open-Source-Projekt der "Web Services for Management"-Spezifikation für Linux. Der Administrator kann damit also auch in heterogenen Umgebungen arbeiten, wenn die Anwendungen Web-Services-Management unterstützt. Eine detailliertere Roadmap dazu kommt im zweiten Quartal 2007.

Der letzte Punkt ist die noch intensivere Zusammenarbeit bei den Verzeichnisdiensten, also insbesondere eDirectory und Active Directory. Auch hier gibt es im zweiten Quartal 2007 mehr Details. Für die Kunden auf der Linux-Seite ist wichtig, dass wir an der Zusammenarbeit mit Active Directory sehr viel getan haben. Schon für die Einführung von Suse Linux Enterprise 10, aber auch in den seitdem gestarteten Kundenprojekten ist noch einiges entstanden. Beispielsweise in dem Projekt mit Peugeot. Dort werden sich die über 20.000 Linux-Desktops nahtlos in eine Active-Directory-Umgebung integrieren.

Das heißt, bei der Evaluation haben sich die Mitarbeiter über VPNs eingeloggt und ausprobiert, ob alle Funktionen zur Verfügung stehen - es gingen natürlich noch nicht alle. Aber inzwischen gehen alle und diese Verbesserungen werden auch mit dem Service Pack zur Verfügung gestellt. Andere Teilbereiche analysieren wir ebenfalls gemeinsam mit Kunden.

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The Troll 06. Apr 2007

Das ist eine interessante Frage, aber ich denke, dass sich relativ wenige wirklich aus...

BSDDaemon 19. Mär 2007

Wir haben keinen Keller ;-) Wegen dem Grundwasser steht das Haus auf einem kleinen Hügel.

x1XX1x 19. Mär 2007

in geschichte geschlafen, oder wie? :D

IT Diplom Fachmann 19. Mär 2007

...denn der echte Profi kann nur auf propreitäre Techniken setzen, wie sie z.b. aus dem...

wiZ-art 18. Mär 2007

Diese dauernde Verwendung des Begriffes "Rechtssicherheit" ist doch albern: bislang...



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