Abo
  • IT-Karriere:

Mobiltelefon als Bahn- und Busfahrkarte (Update)

Bahn und Vodafone testen "Touch&Travel"

Das Mobiltelefon soll künftig die Fahrkarte aus Papier ersetzen. Statt am Automaten oder beim Busfahrer ein Ticket zu kaufen, drückt der Kunde dann jeweils vor Abfahrt und bei Ankunft auf eine Handy-Taste. Darauf zumindest zielt ein Projekt namens "Touch&Travel" ab, mit dem die Deutsche Bahn, Vodafone und weitere Kooperationspartner das elektronische Ticketing-Verfahren in den kommenden Jahren zur Marktreife entwickeln wollen.

Artikel veröffentlicht am ,

Ein erster Praxistest für Touch&Travel startet noch in diesem Jahr auf der ICE-Strecke Berlin-Hannover, einem Teilnetz der Berliner S-Bahn und im gesamten städtischen Nahverkehr der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Eine deutschlandweite Markteinführung ist nach erfolgreichem Abschluss des Tests geplant.

Stellenmarkt
  1. S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafenwerke OHG, Freiburg im Breisgau, Furtwangen im Schwarzwald
  2. interhyp Gruppe, München

Das eTicketing-Verfahren von DB und Vodafone nutzt "Near Field Communication" (NFC), was eine kontaktlose Datenübertragung mit einem Abstand weniger Zentimeter erlaubt und die in kommende Mobiltelefon-Generationen integriert werden soll.

Bei Touch&Travel werden alle Bahnsteige und Haltestellen mit so genannten Touchpoints ausgerüstet: An diesen An- bzw. Abmeldepunkten checkt der Fahrgast per Tastendruck mit seinem Handy kontaktlos ein und nach Erreichen seines Reiseziels wieder aus. Die gefahrene Strecke und der Fahrpreis werden errechnet und der registrierte Nutzer erhält monatlich eine Rechnung.

Nachtrag vom 16.3. 2007, 13:15 Uhr:

Auf der CeBIT konnte Golem.de am Stand von Vodafone das neue System bereits in der Praxis sehen. Der Vorteil für den Reisenden liegt vor allem darin, dass er sich bei der Nutzung mehrerer Verkehrsmittel nicht mit den verschiedenen Tarifsystemen herumschlagen muss. Wer beispielsweise von München zur CeBIT reisen muss, braucht dafür zuerst eine Fahrkarte für den Verkehrsverbund MVV, dann ein Ticket der Bahn, und in Hannover eine Fahrkarte der Üstra.

Handy, Touchpoint und Kontrollgerät
Handy, Touchpoint und Kontrollgerät
Mit Touch&Travel bucht man sich am ersten Verkehrsmittel, etwa der Bushaltestelle in München ein, und am Ende der Reise an einer U-Bahn-Haltestelle in Hannover wieder aus. Jeden dieser Vorgänge muss man bestätigen, das Handy baut dazu eine GPRS-Verbindung auf. Dazwischen protokolliert das System den genommenen Weg, einige Tage später soll der Kunde eine Rechung erhalten. Vor allem für Firmenkunden ist dieses System recht attraktiv, weil man spontan reisen kann, ohne vorher zu buchen und zu bezahlen. Während der Fahrt dient das Handy als Fahrkarte, Vodafone demonstrierte das mit einem Prototypen von Motorola auf Basis der L-Serie. In diesem Handy steckte nicht nur ein RFID-Reader, der zum Ein- und Ausbuchen dient.

Der NFC-Chip vom Philips-Nachfolger NXP im Motorola-Prototyen kann auch Daten an das Fahrkarten-Kontrollgerät im Zug senden, sodass die Berechtigung zur Fahrt so überprüft wird - wer sich nicht eingebucht hat, muss im Zweifelfall nachlösen. Ein umgebautes Kontrollgerät, wie es die Bahn verwendet, konnte Vodafone auch bereits vorführen.

Neben den Abrechnungssystemen und den Kontrollgeräten soll die Ausstattung aller Haltestellen mit den Einbuch-Punkten die Bahn und die Verkehrsverbünde nur sehr wenig kosten, weil für ein RFID-Tag in den sogenannten "Touchpoints" nicht einmal Strom benötigt wird. Auf Nachfragen von Golem.de zum Datenschutz hatte Vodafone aber noch kein Konzept vorzuweisen. Dies, so hieß es, müsse noch mit den Feldversuchen geklärt werden. Sie sollen im Oktober 2007 mit zunächst 800 ausgewählten Vodafone-Kunden im Raum Potsdam/Berlin starten. So die einzelnen Verkehrsverbünde mitziehen, rechne Vodafone nicht vor 2009 mit einer flächendeckenden Ausstattung der Haltestellen mit Touch&Travel.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 159,90€ + Versand (Bestpreis!)
  2. 245,90€ + Versand
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

knospe 01. Mär 2008

Warum stört dich das, wenn's "pips egal" ist, dann so?

knospe 01. Mär 2008

1. Das ist bei jeder Technik mal so gewesen. 2. Sich über "Kundenfreundlichkeit...

knospe 01. Mär 2008

Hat ja auch keiner behauptet, dass hier das Rad erfunden wurde. Aber ein neues...

rgoggy 17. Mär 2007

und was ist wenn der akku meines handy leer geht? dann meld ich mich an und kann...

asdasd 17. Mär 2007

na das ist auf jeden Fall kundenfreundlicher als in Österreich bei der ÖBB oder den...


Folgen Sie uns
       


Doom Eternal angespielt

Slayer im Kampf gegen die Höllendämonen: Doom Eternal soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Doom Eternal angespielt Video aufrufen
Watch Dogs Legion angespielt: Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee
Watch Dogs Legion angespielt
Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee

E3 2019 Elitesoldaten brauchen wir nicht - in Watch Dogs Legion hacken und schießen wir auch als Pensionistin für den Widerstand. Beim Anspielen haben wir sehr über die ebenso klapprige wie kampflustige Oma Gwendoline gelacht.


    Ada und Spark: Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen
    Ada und Spark
    Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen

    Viele Sicherheitslücken in Software sind auf Programmierfehler zurückzuführen. Diese Fehler lassen sich aber vermeiden - und zwar unter anderem durch die Wahl einer guten Programmiersprache. Ada und Spark gehören dazu, leider sind sie immer noch wenig bekannt.
    Von Johannes Kanig

    1. Das andere How-to Deutsch lernen für Programmierer
    2. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein
    3. Software-Entwickler Welche Programmiersprache soll ich lernen?

    IT-Forensikerin: Beweise sichern im Faradayschen Käfig
    IT-Forensikerin
    Beweise sichern im Faradayschen Käfig

    IT-Forensiker bei der Bundeswehr sichern Beweise, wenn Soldaten Dienstvergehen oder gar Straftaten begehen, und sie jagen Viren auf Militärcomputern. Golem.de war zu Gast im Zentrum für Cybersicherheit, das ebenso wie die IT-Wirtschaft um guten Nachwuchs buhlt.
    Eine Reportage von Maja Hoock

    1. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
    2. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
    3. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

      •  /