EU-Kommissarin beruhigt Apple
Am Montag hatte Verbraucherschutz-Kommissarin Meglena Kuneva im Interview(öffnet im neuen Fenster) mit der Zeitschrift Focus deutliche Kritik an Apples Politik der Kopplung von iTunes-Musikshop und iPod-Player geäußert und Schritte dagegen angekündigt. "Finden Sie es in Ordnung, dass eine CD auf allen CD-Playern läuft, ein iTunes-Song aber nur auf einem iPod?", fragte sie im Interview und bezog Stellung: "Ich nicht. So etwas muss sich ändern."
Diese Aussagen wurden am Dienstag von Robert Cresanti, Unterstaatssekretär für Technologiefragen im US-Wirtschaftsministerium, in einem Fernsehinterview(öffnet im neuen Fenster) in Frage gestellt: "Ich habe schwere Bedenken im Hinblick darauf, wie mit einigen Firmen, darunter Apple, und ihrer Art der Produktvermarktung umgegangen [...] wird. Ich bin einigermaßen verwirrt über die benutzte Rhetorik. [...] Ich kann mir nicht erklären, mit welchem Nachdruck auf diesem Aspekt beharrt wird."
In der Folge von Cresantis Kritik bemühte sich Kommissarin Kuneva laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) um eine Beruhigung der Gemüter. Keineswegs seien Schritte gegen Apple geplant. Mit ihren Aussagen im Focus habe sie lediglich "eine Debatte anstoßen" wollen, so Kuneva. Sie wies darauf hin, dass im Hause von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes keine Gründe für ein Vorgehen gegen Apple bekannt seien. Insofern sei der Fall von Apple auch nicht mit dem von Microsoft zu vergleichen, "denn der Marktanteil von Apple ist ja wirklich nicht so groß". [Robert A. Gehring]
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