Webapplikationen bergen neue Risiken

Bereits hier müsse man die Begriffe genau kennen, so Vogel. Der "Stand der Wissenschaft und Technik" etwa geht in den Anforderungen über den Stand der Technik hinaus, so dass in Vertragsverhandlungen der Käufer den Stand von Wissenschaft und Technik als Maßstab für das abgelieferte Produkt festlegen sollte, das Softwarehaus aber gemeinhin lediglich den Stand der Technik vereinbaren wolle.

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Wenn Standardsoftware gekauft wird, hat der Käufer in der Regel ohnehin nicht viel Spielraum bei Vertragsverhandlungen. Wenn es aber um Softwareprojekte geht, könnten und sollten Organisationsregeln beachtet und vertraglich vereinbart werden, wie Zeitplan und Meilensteine, Teilprojekte, die im Projektteam zuständigen Personen, Projektbesprechungen und -dokumentation, Abnahme und Klassifizierung und Meldungen von Fehlern.

Ist das Kind dennoch in den Brunnen gefallen und es kommt zum Streit zwischen Auftraggeber und Entwickler, rät Vogel dazu, ein Schlichtungsverfahren, etwa das der Deutschen Gesellschaft für Recht und Informatik, zu nutzen, statt sich auf ein langwieriges Gerichtsverfahren einzulassen. "In etwa 95 von 100 Fällen, in denen die streitenden Parteien die Schlichter anrufen, kommen sie am Ende zu einer Einigung", so Vogel.

Aber rechtliche Sanktionen könnten dazu dienen, Softwareentwickler zur Sorgfalt anzuhalten, wenn sie in den Vertragsverhandlungen dem Geschäftspartner deutlich vor Augen geführt würden. Nur sollte man das nicht so weit treiben, dass das Vertrauensverhältnis gestört werde, denn "trotz aller rechtlichen Absicherung ist Vertrauen neben Fachkompetenz das wichtigste Kapital auch in technischen Projekten." [von Matthias Spielkamp]

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