Management mit vielen Optionen, aber wenig Abwechslung. Zu praktisch jeder halbwegs populären Sportart existiert mittlerweile auch ein Management-Game; die Zeiten, in denen im Grunde nur Fußball- und Eishockey-Manager veröffentlicht wurden, liegen jedenfalls schon lange zurück. Anaconda versucht nun, auch Boxsport-Fans hinter den Management-Schreibtisch zu locken, wird dabei aber wohl nur begrenzt Erfolg haben.
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Das Spielprinzip des Boxsport Manager ist schnell erklärt – im Grunde geht es einfach nur darum, aus einer Hinterhof-Klitsche einen wirklich bedeutenden Box-Stall zu machen. Dazu werden zu Beginn erst mal ein paar Nachwuchssportler verpflichtet, die dann Schritt für Schritt zu echten Kampfmaschinen ausgebildet werden – richtiges Training, passende Wettkampfplatzierungen und erfolgreiche Sponsoring-Deals vorausgesetzt.
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Vor allem für die einzelnen Kämpfe können dabei sehr viele Optionen wahrgenommen werden, selbst bei den eigentlichen Events – die man auch selbst ins Leben rufen kann – darf zwischen den einzelnen Runden noch mal die Vorgehensweise angepasst werden. Siege spülen Geld in die Kasse, das dann wiederum entweder in teure Berater oder auch neue Boxer investiert werden kann; und dank derer werden dann deutlich lukrativere Vermarktungsdeals etwa beim Fernsehen oder Radio möglich.
Während der Management- und Taktik-Part also durchaus überzeugen kann, stellt sich Ernüchterung bei der Darstellung der Boxkämpfe ein – die werden zwar in 3D präsentiert, die laut Hersteller "spannenden, spektakulären und filmreifen" Matches sind in Wirklichkeit allerdings eher ungelenk, unbeholfen und unansehnlich; Spannung kommt beim Zuschauen jedenfalls keine auf.
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Auch ansonsten leidet der Boxsport Manager deutlich unter der schnell einsetzenden Routine: Schon nach kurzer Spielzeit mangelt es an Abwechslung, wirklich interessante Events fehlen, alles geht seinen typischen Gang – und wer nicht schnell genug Geld verdient, muss sich auch noch damit abfinden, dass das Spiel im Pleitefall schnell wieder vorbei ist.
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Das Geld für eine offizielle Lizenz hat man sich bei Anaconda übrigens gespart, mit berühmten Boxer-Namen kann das Spiel somit nicht aufwarten. Dafür hält sich der Verkaufspreis aber auch im Rahmen: Gut 35,- Euro werden für den exklusiv für PC erhältlichen Titel fällig.
Fazit: Für Simulationsfreunde und Strategen hält der Boxsport Manager durchaus einiges an Spielspaß bereit – die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig und gut durchdacht, zumindest die ersten Stunden durchaus unterhaltsam. Die mickrige 3D-Kampf-Grafik fällt allerdings von Beginn an negativ auf; und da die Motivation auf Grund inhaltlicher Monotonie recht bald nachlässt, ist das Spiel wohl nur für sehr große Boxfans wirklich eine Kaufempfehlung wert.