EU-Kommissarin Kuneva kritisiert Apple
Milliarden-Potenzial durch mehr Verbraucherschutz. EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva hat Apple wegen seiner Koppelung des Musikladens iTunes an den iPod kritisiert. Die Bulgarin sagte im Interview mit dem Focus: "Finden Sie es in Ordnung, dass eine CD auf allen CD-Playern läuft, ein iTunes-Song aber nur auf einem iPod? Ich nicht. So etwas muss sich ändern."
Außerdem unterstrich die EU-Kommissarin das Potenzial von mehr Verbraucherschutz für den europäischen Binnenmarkt: "Ich kenne die US-Zahlen. Dort macht der Konsum 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, in der EU nur 58 Prozent.
Die Kommissarin schätzt, dass es ein zusätzliches Konsumpotenzial von über tausend Milliarden Euro gibt. Voraussetzung hierfür sei ein größeres Vertrauen der Kunden in grenzüberschreitende Geschäfte. "Dazu brauchen wir eine allgemeine Widerrufsfrist für Bestellkäufe, Preise sollen vergleichbar werden und Kaufverträge im Kern eine einheitliche Form bekommen", so Kuneva gegenüber dem Focus.
Am 13. März 2007 will sie ihre Verbraucherschutz-Strategie in Brüssel der Öffentlichkeit vorstellen.
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