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GDC: "Es gibt kein Raubkopieren von kostenlosen Spielen!"

Golem.de: Du machst fünf MMOs für Acclaim, hast zwei eigene Firmen, machst gameindustrymap.com - und wann schläfst Du?

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Perry: Es ist der Wahnsinn. Ich schreibe auch noch als Kolumnist für BusinessWeek, und ich berate andere Firmen. Ich habe meinen Arbeitstag etwas nach hinten verschoben, weil ich viel mit Chinesen zu tun habe. Ich arbeite von 10 Uhr morgens bis 3 Uhr morgens, sieben Tage die Woche. Das ist mein Leben! Aber ich genieße es. Ich bin gegen diese ganze "Quality of Life"-Diskussion. Mir macht meine Arbeit Spaß! Es sollte keine Regeln geben, die die Arbeit zu bestimmten Zeiten verbietet! Wer so was verlangt, sollte ins Flugzeug steigen und in ein anderes Land fliegen. Wo die Designer die Schlafsäcke unter dem Tisch stehen haben. Gegen diese Konkurrenz müssen sich unsere Entwickler behaupten! Und sie sind billiger. Sie fragen nicht nach Lohnzusatzleistungen. Und sie sind schlau! Unterschätzt die nicht, kann ich unseren Entwicklern da nur raten, sonst essen die Euch Euer Mittagessen weg! Wenn Ihr geregelte Arbeitszeiten wollt, dann viel Spaß - aber nicht in der Spiele-Industrie!

Golem.de: Das heißt, die Spiele-Jobs werden nach China abwandern?

Perry: Sie wandern längst dorthin, das ist gar keine Frage mehr. Oder Indien - da sitzen sehr intelligente, sehr gut ausgebildete Leute.

Golem.de: Wird das die Spiele verändern? Wenn immer mehr der tatsächlichen Entwicklungsarbeit in Asien oder in Indien gemacht wird?

Perry: Nein, es wird immer westliche Designer geben, und die Spiele werden westlich aussehen. Man merkt doch auch keinen Unterschied bei Ubisoft-Titeln, die in China programmiert wurden. Umgekehrt siehst du einem koreanischen Spiel sofort an, dass das kein westlicher Designer gemacht haben kann. Das ist einfach nicht unsere Kultur. Gib umkehrt Cliff Bleszinski ein Team aus lauter Chinesen, und sein Spiel wird immer noch nach einem Bleszinski-Spiel aussehen.

Golem.de: Du sagst, Du wettest mit Acclaim voll auf MMOs. Haben denn auch Solospiele eine Zukunft?

Perry: Es wird sie noch geben, aber es ist eine sterbende Gattung. Es macht einfach so viel mehr Spaß, gegen andere Menschen zu gewinnen als gegen eine KI. Selbst wenn Du nur Windows Vista nimmst und Reversi gegen irgendeinen Dir völlig unbekannten Menschen spielst - das macht mir mehr Spaß als gegen den Computer. Und ich denke, dass von dieser Erfahrung die Leute mehr und mehr abhängig werden. Es wird noch Singleplayer-Spiele geben, aber Multiplayer-Spielen gehört die Zukunft. [das Interview führte Jörg Langer]

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nameless2k 15. Mär 2007

so ein unsinn. warum sollte man jemandem, der selbständig (und selbstbestimmt) lebt...

Skidiver 14. Mär 2007

Der Typ wird auch noch merken, dass das Chinesenprinzip in den seltensten Fällen aufgeht...

Randal 14. Mär 2007

ich dachte, es wär kein problem, vista und xp parallel auf nem pc zu installieren ? mach...

Kinderkram.... 13. Mär 2007

Ich will nie mehr im Leben vö...n. Kommt auch ein V drin vor. Erinnert mich immer an...

DER GORF 13. Mär 2007

Naja, also zur Zeit koste ich so etwa vier Euro fünfundsiebzig pro Stunde... Ich glaube...


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