GDC: "Ich liebe tolle Storys" - Bioware-CEO im Interview

Ray Muzyka über moderne Rollenspiele wie Mass Effect und Dragon Age

Dr. Ray Muzyka gründete vor zwölf Jahren mit Greg Zeschuk das Spielestudio Bioware. Die kanadische Firma hat nicht nur mit Baldur's Gate das Rollenspiel-Genre wiederbelebt und als eine der ersten mit Neverwinter Nights massiv auf User-Modding gesetzt, sondern hat aktuell mit Mass Effect und Dragon Age gleich zwei Schwerkaliber in der Mache. Golem.de hat Ray Myzuka im Rahmen der Game Developers Conference 2007 einige Fragen gestellt.

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Ray Muzyka ist einer der beiden Gründer von Bioware
Ray Muzyka ist einer der beiden Gründer von Bioware
Golem.de: Stimmt es eigentlich, dass ihr Bioware als Firma für medizinische Spezialsoftware gestartet habt?
Ray Muzyka: Nein, so stimmt das nicht. Wir haben Bioware als Spielefirma gegründet. Weil wir Computerspiele lieben und schon immer geliebt haben. Als wir an der Medical School waren, haben wir innerhalb unserer Teams daran gearbeitet, die Software zu verbessern, die sie an der Universität zur medizinischen Ausbildung benutzt haben. Wir fanden eine Reihe von Programmen, mit denen wir ausgebildet wurden, nicht sehr praxisnah. Also haben wir unter anderem einen Physiologie-Simulator programmiert und einen Patienten-Simulator. Später haben Greg und ich dann 1993/94 Bioware gegründet. Wobei, offiziell als Firma starteten wir 1995.

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  1. GDC: "Ich liebe tolle Storys" - Bioware-CEO im Interview
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Golem.de: Hattet ihr damals schon eine Vorahnung, wie erfolgreich ihr später sein würdet?
Ray Muzyka: Wir mochten einfach Videospiele. Wir wussten natürlich nicht, wo wir 13, 14 Jahre später einmal stehen würden. Aber das ist ja eine der tollen Sachen in dieser Branche. Wir waren immer von einem überzeugt: Wenn wir tolle Ideen haben und tolle Mitarbeiter und ambitionierte Ziele, und wenn wir einfach loslegen und uns ständig verbessern - dann würden wir auch magische Ergebnisse erzielen. Wir haben uns darum gesorgt, dass wir keinen Erfolg haben könnten!

Golem.de: Immerhin habt ihr es euch dabei nicht leicht gemacht: Gestartet seid ihr mit Baldur's Gate in das damals totgesagte Rollenspiel-Genre.
Ray Muzyka: Wir haben uns für ein Rollenspiel entschieden, weil wir Rollenspiele schon immer geliebt haben, das war das Lieblingsgenre von Greg und mir. Du weißt schon, Wizardry, Bard's Tale, Ultima, Akalabeth. Und außerdem, weit zurück in den 80ern, Scott Adams Adventure-Spiele oder die Sierra-Grafikadventures. Diese Spiele haben uns begeistert. Ich liebe tolle Storys. Ich liebe diese speziellen Momente in Spielen, wenn du eine Emotion erlebst, wenn du Gefühle für die Charaktere hast, mit denen du sprichst. Oder wenn du Angst in einem Kampf verspürst. "Rollenspiel" ist für uns eine sehr weite Definition.

Bilder von der Mass-Effect-Präsentation auf der GDC 2007
Bilder von der Mass-Effect-Präsentation auf der GDC 2007
Golem.de: Mass Effect etwa ist kaum ein reinrassiges Rollenspiel.
Ray Muzyka: Genau. Aber du kannst es spielen wie ein traditionelles Rollenspiel.

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Golem.de: Auch in den Kämpfen?
Ray Muzyka: Ja, denn du kannst jederzeit pausieren und jedem Charakter jede einzelne Aktion genau vorgeben, wenn du willst. Du kannst aber auch in Echtzeit spielen, selber schießen und deine Crew-Mitglieder agieren autonom. Oder du machst eine Mischung aus beiden, spielst in Echtzeit, sagst aber deinen Kollegen per D-Pad, wo sie hinlaufen und wen sie angreifen sollen. Es ist sehr spannend, den Leuten eine solche Wahlfreiheit zu geben, denn da sie so spielen können, wie es ihnen am liebsten ist, sind sie auch erfolgreich dabei.

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