• IT-Karriere:
  • Services:

GDC: Nintendo Wii - Miyamotos Design-Geheimnisse

Das "Wife-o-Meter" bzw. der Ehefrau-Faktor als Erfolgsmesser

Shigeru Miyamoto nutzte seine heutige Keynote zu einem sehr persönlichen Vortrag. Der Videospiele-Star, der praktisch jede wichtige Nintendo-Serie erfunden und jeden Nintendo-Controller mitdesignt hat, zeigte seine Frau als Mii-Avatar, plauderte über den "Wife-o-Meter"-Faktor und enthüllte nicht verwendete Konzepte für den Wii-Controller. Vor allem aber erläuterte er den Tausenden von andächtig lauschenden Spiele-Entwicklern seine wichtigsten Design-Philosophien.

Artikel veröffentlicht am ,

Shigeru Miyamoto gilt als der einflussreichste und berühmteste Spieledesigner
Shigeru Miyamoto gilt als der einflussreichste und berühmteste Spieledesigner
In einem Punkt hatte Shigeru Miyamoto am Donnerstagmorgen in San Francisco seinen Vorredner vom Mittwoch, Phil Harrision, schon vor Beginn der Keynote geschlagen: Die Schlange der wartenden Designer zog sich einmal komplett um den Block des Moscone Centers South herum und dann nochmal etwa 300 Meter wieder zurück.

Gag zum Auftakt: Miyamoto als Mii
Gag zum Auftakt: Miyamoto als Mii
Die Keynote begann stilecht mit einer Szene aus dem Mii-Channel, in dem ein Miyamoto-Avatar die Versammelten angrinste. Auch die eigentliche Präsentation lief selbstverständlich im Foto-Channel einer vor der Bühne stehehden Wii ab, die Miyamoto selbst steuerte. Nach einleitenden Nettigkeiten - wie üblich las er einige Grußworte auf Englisch vom Teleprompter ab, bevor er ins Japanische wechselte, das simultan übersetzt wurde - kam der Stardesigner auf das "Wife-o-Meter", also den Ehefrau-Faktor, zu sprechen: Er zeigte einen Screenshot eines alten Mario-Spiels und sagte unter dem Gelächter der Zuhörer: "Dies war einer der bewegendsten Momente in meinem Leben. Leider war es für meine Frau überhaupt kein Moment."

Der Herr im Vordergrund übersetzte - und wurde einmal von Miyamoto korrigiert: 'Das musst du so aussprechen...'
Der Herr im Vordergrund übersetzte - und wurde einmal von Miyamoto korrigiert: 'Das musst du so aussprechen...'
In der Folge schilderte er die Evolution der Videospiele aus dieser persönlichen Sicht: Mario habe seine Frau nicht interessiert, Tetris auch nicht, bei Zelda: Ocarina of Time habe sie zumindest der gemeinsamen Tochter über die Schulter geschaut. Animal Crossing habe sie erstmals dazu verleitet, ein Gamepad selbst zu berühren, bei Nintendogs habe sie langsam angefangen zu glauben, dass Videospiele vielleicht ein wertvoller Zeitvertreib sein könnten. Doch erst Dr. Kawashimas Gehirntraining (Brain Age) habe sie endgültig zur Videospielerin konvertiert. Dass seine Frau es selbst geschafft habe, den Meinungskanal auf der Wii downzuloaden, verglich Miyamoto mit der Wahrscheinlichkeit, dass sich Mario bei ihm zu Hause an den Esszimmertisch setzen könnte. Und bei dem in Japan schon erschienenen Brain Age 2 würde sie ihn jederzeit schlagen und damit auch noch angeben. Neuerdings spiele sie Wii Sports.

Diese rührende Einleitung enthielt natürlich einen ernsthaften Kern: Miyamoto wollte verdeutlichen, welche Evolution die Spiele hinter sich haben, und welch großen Anteil Nintendo und er daran hatten - Keynotes sind immer auch Werbeveranstaltungen. Anhand der Wii-Entwicklung illustrierte Miyamoto die grundsätzlichen Prinzipien, die aus seiner Sicht seine eigenen Spiele und Nintendo im Generellen so erfolgreich machen. Das sei erstens die ständige Erweiterung der Zielgruppe. Er wies darauf hin, was die bestverkauften Spiele in USA im Jahr 2004 gewesen sind (GTA San Andreas, Halo 2 in zwei Fassungen und zwei NFL-Spiele) - und dass Nintendo sich bewusst war, etwas völlig Neues schaffen zu müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
GDC: Nintendo Wii - Miyamotos Design-Geheimnisse 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

435345 11. Mär 2007

Dummschwätzer! Games sind Software und laufen auf Hardware...also THE SAME! Und nun...

fischkuchen 10. Mär 2007

Puh, ganz schön lange Keynote :) Merci für den Link :D

BB 09. Mär 2007

Mag vielleicht auch dran liegen, dass 6jährige Kinder das Spiel spielen wollen/sollen...

peter12 09. Mär 2007

Ich mag besonders das Training bei Wii Sports, da hat man dann nochmal richtige...


Folgen Sie uns
       


Razer Blade Stealth 13 - Test

Dass ein Gaming-Notebook kompakt sein kann und auch als Arbeitsnotebook fürs Schreiben taugt, haben wir eher weniger erwartet. Das Razer Blade Stealth 13 zeigt, dass dies trotzdem möglich ist.

Razer Blade Stealth 13 - Test Video aufrufen
Energie: Dieses Blatt soll es wenden
Energie
Dieses Blatt soll es wenden

Schon lange versuchen Forscher, die Funktionsweise von Blättern nachzuahmen. Nun soll es endlich gelingen - und um Längen effizienter sein als andere Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze
  2. Brennstoffzelle Deutschland bekommt mehr Wasserstofftankstellen
  3. Energiewende Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

Nitropad im Test: Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt
Nitropad im Test
Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt

Das Nitropad schützt vor Bios-Rootkits oder Evil-Maid-Angriffen. Dazu setzt es auf die freie Firmware Coreboot, die mit einem Nitrokey überprüft wird. Das ist im Alltag erstaunlich einfach, nur Updates werden etwas aufwendiger.
Ein Praxistest von Moritz Tremmel und Sebastian Grüner

  1. Nitropad X230 Nitrokey veröffentlicht abgesicherten Laptop
  2. LVFS Coreboot-Updates sollen nutzerfreundlich werden
  3. Linux-Laptop System 76 verkauft zwei Laptops mit Coreboot

Leistungsschutzrecht: Drei Wörter sollen ...
Leistungsschutzrecht
Drei Wörter sollen ...

Der Vorschlag der Bundesregierung für das neue Leistungsschutzrecht stößt auf Widerstand bei den Verlegerverbänden. Überschriften mit mehr als drei Wörtern und Vorschaubilder sollen lizenzpfichtig sein. Dabei wenden die Verlage einen sehr auffälligen Argumentationstrick an.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein
  2. Leistungsschutzrecht Französische Verlage reichen Beschwerde gegen Google ein
  3. Leistungsschutzrecht Französische Medien beschweren sich über Google

    •  /