Abo
  • IT-Karriere:

T-rennung: Verkaufsstopp des Handy-Telefon-Zwitters T-One

Mobiltelefon sollte VoIP via WLAN vorantreiben

T-Com gibt ihr Angebot T-One auf. Mit einem T-One-Telefon konnte der Nutzer zu Hause und an verschiedenen WLAN-Hot-Spots unterwegs telefonieren. An Orten ohne WLAN-Versorgung wurden die Gespräche über das Mobilfunknetz der deutschen Telekom geleitet. Doch das komplexe Angebot hat offenbar zu wenige Kunden überzeugt.

Artikel veröffentlicht am , yg

Das Angebot bewarb vermeintlich kostenloses mobiles Telefonieren über VoIP an einem der 8.500 Hot-Spots der deutschen Telekom sowie zu Hause. Außerdem konnten Gespräche über das Mobilfunknetz abgewickelt werden, wenn kein Hot-Spot zur Verfügung stand.

Stellenmarkt
  1. Vodafone GmbH, Stuttgart
  2. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe

Für die vor einem Jahr vorgestellte Dual-Phone-Lösung waren 50,- Euro Grundgebühr plus 5,- Euro Hot-Spot-Nutzungsgebühr pro Monat fällig. Mobilfunkgebühren kamen extra hinzu, wobei ein DSL-2000-Anschluss enthalten war. Dieses Angebot wird ab sofort nicht mehr vertrieben, Altverträge laufen jedoch weiter.

Gescheitert war T-One an der Komplexität des Produkts. Viele Kunden verstanden nicht, welche Vorteile die integrierte WLAN-Nutzung bringen solle, mit der die Kunden beispielsweise aus einem Starbucks-Café von unterwegs aus ohne weitere Kosten telefonieren konnten.

Ein weiterer Kritikpunkt an T-One ist, dass ein nahtloser Wechsel zwischen WLAN und Handynetz auf Grund der GSM-Netzstruktur in Deutschland nicht möglich ist. Wer also in aller Eile das Haus verlässt bzw. sich aus der Hot-Spot-Reichweite bewegt, wird getrennt. Ebenso wechselt das Gerät nicht automatisch vom Handynetz in ein WLAN-Netz, sobald dieses zugänglich ist.

Es ist jedoch auch vorstellbar, dass die Kunden den Preis von 50,- Euro als zu hoch einstuften, denn ähnliche Angebote von Vodafone und O2 liegen bei monatlich 35,- Euro. Auch wenn hier keine WLAN-Hot-Spot-Nutzung enthalten ist, sind alle Telefonate von zu Hause ins Vodafone- bzw. O2-Netz sowie das Festnetz abgedeckt. Bei Vodafone gibt es eine Flatrate für das Festnetz und sämtliche Gespräche von zu Hause in das Vodafone-Mobilfunknetz für 20,- Euro im Monat. Für Telefonate von unterwegs aus wird ein extra Mobilfunktarif benötigt.

Alternativ kann der Kunde die Flatrate für 35,- Euro wählen, darin sind neben allen Festnetzgesprächen auch alle Mobilfunkgespräche von unterwegs aus ins Vodafone-Netz inbegriffen, ein Handytelefonat in fremde Netze schlägt jedoch mit happigen 29 Cent die Minute zu Buche. Das Äquivalent bei O2 heißt O2 Genion L und wird ebenfalls mit 35,- Euro pro Monat abgerechnet. Ein Anruf in die anderen Mobilfunknetze ist mit 19 Cent jedoch deutlich günstiger als bei Vodafone. Kostenlose Unterwegstelefonate per VoIP sind bei keinem der beiden Anbieter enthalten.

Wie viele Kunden die Telekomtocher mit ihrem Projekt T-One für sich gewinnen konnte, wollte T-Com-Sprecher Marc Sausen nicht angeben. Die Rede ist von einigen Tausend Kunden. Dennoch will die Festnetzsparte der Deutschen Telekom an vergleichbaren Lösungen festhalten: "Wir arbeiten an Konvergenzprodukten aus verschiedenen Techniken wie WLAN, Festnetz und Mobilfunk", so Sausen gegenüber Golem.de. Ob bereits zur CeBIT 2007 ein neues Produkt vorgestellt wird, wollte der Pressesprecher nicht verraten. Auch darüber, ob noch bis Ende dieses Jahres mit einem entsprechenden Produkt zu rechnen sei oder wie es aussehen könnte, wollte er keine Angaben machen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 19,99€
  2. 124,99€ (Bestpreis!)
  3. 61,80€
  4. (u. a. Football Manager 2019 für 17,99€, Car Mechanic Simulator 2018 für 7,99€, Forza Horizon...

VoIP Bosnia Ex... 10. Mär 2007

Albaner, Bosnier, Kosovaren, Kroater, Serben erhalten auf www.mathematics.mil das...

Theklum 09. Mär 2007

Dieses ganze auf den Börsenkurs bezogene Denken ist total falsch. Man fängt etwas an und...

010010010010010... 09. Mär 2007

Die ganze Produktpalette ist sowas von verwirrend und undurchsichtig. Wenn ich der...

ABM 09. Mär 2007

Janein, stimmt schon. Selbst die Trainer waren nicht in der Lage den Tarif wirklich zu...

Rich4rd_Th4rd 08. Mär 2007

Habe das als ich es vertreiben sollte des öfteren betont das sich dieses Produkt im...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Hands on

Das P30 Pro ist Huaweis jüngstes Top-Smartphone, das erstmals mit einem Teleobjektiv mit Fünffachvergrößerung kommt. Im ersten Kurztest macht die Kamera mit neu entwickeltem Bildsensor einen guten Eindruck.

Huawei P30 Pro - Hands on Video aufrufen
Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Mercedes-Sicherheitsstudie Wenn das Warndreieck autonom aus dem Auto fährt
  2. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
  3. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

    •  /