Linux für die Xbox 360

Patches können vorerst nicht in den offiziellen Kernel gelangen

Nachdem ein maskierter Hacker auf dem 23. "Chaos Communication Congress" (23C3) im Dezember 2006 schon eigenen Code auf der Xbox 360 ausführte, sind nun Patches für den Linux-Kernel erschienen. Damit soll das Betriebssystem auf Microsofts Spielekonsole laufen. Voraussetzung ist allerdings, dass die zur Code-Ausführung nötige Sicherheitslücke auf der Xbox 360 nicht behoben wurde und es wird ein spezieller Loader benötigt, der separat veröffentlicht werden soll.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Die Xbox-360-Patches für den Linux-Kernel wurden auf der Linux-PPC-Entwickler-Mailingliste veröffentlicht und fügen dem Kernel Unterstützung für die in der Spielekonsole verbaute Hardware hinzu. Dabei wurden die Treiber ohne Hardware-Dokumentation geschrieben, so dass sie durchaus noch Fehler enthalten können. Felix Domke, der die Patches an die Mailingliste schickte, bittet daher um Kommentare und weitere Patches.

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Um Linux tatsächlich auf der Xbox 360 nutzen zu können, wird eine Sicherheitslücke in der Spielekonsole ausgenutzt. Microsoft hat diese mittlerweile aber schon geschlossen, Linux läuft also nur auf Konsolen, bei denen die neue Firmware-Version nicht vorhanden ist. Zudem wird ein spezieller Loader benötigt, der allerdings extra entwickelt wurde und auch separat veröffentlicht werden soll.

Doch dies ist nicht das einzige Problem, denn in den offiziellen Kernel können die Patches derzeit auch nicht aufgenommen werden, da die eigentlichen Entwickler anonym bleiben wollen. Das "Developer's Certificate of Origin" verbietet jedoch, anonyme Beiträge in den Linux-Kernel aufzunehmen. Felix Domke hofft, dass sich dieses Problem lösen lässt, indem entweder der Autor des Programmcodes die Verantwortung dafür übernimmt oder sich jemand anders bereit erklärt, die Treiber neu zu schreiben.

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