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GDC: Project Epoc - Spielsteuerung mit Gedanken & Emotionen

Neben der - noch nicht für Endkunden erhältlichen - Kappe gibt es noch eine Sammlung von Anwendungen, mit denen Computer zwischen bestimmten Gedanken wie das Heben oder Rotieren eines Objekts unterscheiden sowie Gesten und Gesichtsausdrücke wie etwa ein Lächeln oder ein Winken mit der Hand erkennen und auf dem Bildschirm nachahmen können sollen. Auch Gemütszustände wie Aufregung oder Gelassenheit sollen erkannt werden.

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"Die nächste Welle technologischer Innovation wird die Art und Weise verändern, in der Menschen mit Computern interagieren", so Nam Do. Der nächste Schritt sei es, dies sowohl in der Arbeitswelt als auch beim Entertainment "lebensechter" zu gestalten, was Emotiv mit seinem Project Epoc bewerkstelligen will. Nun soll erst einmal die Spieleindustrie von den Möglichkeiten überzeugt werden, weswegen die Kappe inklusive des eingangs erwähnten "Emotiv Development Kit" (EDK) auf der GDC in San Francisco präsentiert wird. Die Spieleentwickler sollen damit Spiele entwickeln können, die auf die Emotionen des Spielers reagieren oder sie in den Gesichtern ihrer Spielcharaktere zeigen können. Objekte im Spiel könnten zudem mit Gedanken manipuliert werden.

Das Emotiv-Team geht davon aus, dass Spiele damit mehr in ihren Bann ziehen, intuitiver und persönlicher werden können. Unabhängig davon, wie gut und genau die Technik funktioniert, dürfte das Timing für die Ankündigung gerade richtig sein - Nintendo hat mit dem DS und vor allem der Wii-Konsole die Spielebranche und Kunden erfolgreich für neue Steuermethoden interessiert, nachdem sich jahrelang in dem Bereich kaum etwas getan hat. Fries dazu: "Computerspiele haben sich dramatisch weiterentwickelt, aber die Art, wie Spieler ein Spiel steuern, blieb hingegen mehr oder weniger konstant." Das wolle man nun ändern, so Emotiv vollmundig.

Das EDK enthält neben der Sensorkappe einige Entwicklerpakete: Mit "Expressiv lassen sich laut Beschreibung die Gesichtszüge des Spielers in Echtzeit erkennen, um Charaktere zu erzeugen, die darauf reagieren. Mit "Affectiv" sollen verschiedene emotionale Zustände erkannt werden, so dass das Spiel darauf reagieren kann. "Cognitiv" hingegen soll es ermöglichen, bewusste Gedanken zu erkennen, mit denen sich Objekte bewegen und manipulieren lassen, nur indem an eine Aktion wie "ziehen", "drücken", "heben" oder "rotieren" gedacht wird.

Die Hard- und Softwareplattform von Emotiv können Spieleentwickler und Hersteller lizenzieren und für eigene Produkte einsetzen. Emotiv hat sich für den Kontakt zur Spielebranche einige bekannte Leute ins Boot geholt. Neben Fries wäre da noch Randy Breen, Lucas Arts' ehemaliger Vice President of Product Development und EA-Manager, der nun als "Chief Product Officer" bei Emotiv tätig ist. Wann die Kappe und die ersten Spiele dafür erhältlich sein werden, wurde noch nicht angekündigt.

In Zukunft will Emotiv sich auch anderen Branchen bzw. Anwendungsbereichen widmen, beispielsweise dem interaktiven Fernsehen, der Forschung im Bereich Werbung und Wahrnehmung sowie vom Einsatz in der Medizin und im Sicherheitsbereich ist die Rede. Emotiv hat sich bereits 6,3 Millionen US-Dollar durch Investoren sichern können, zu diesen zählen das australische Technology Venture Partners (TVP), Epicure Capital Partners und die australische Regierung.

Nachtrag vom 7. März 2007, 18:25 Uhr:
Die ersten Consumer-Produkte, welche Emotivs Project-Epoc-Technik nutzen, erwartet Emotiv für das Jahr 2008, wie Golem.de mittlerweile auf Nachfrage erfuhr.

 GDC: Project Epoc - Spielsteuerung mit Gedanken & Emotionen
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champion 10. Dez 2008

naja is doch egal ich meine die wissen seh schon viel zuviel über emotionen die wir bei...

bastis0 12. Mär 2007

Das kann natürlich passieren, wenn er nicht eine Firewall oder Contentfiltering hat und...

rising_phoenix 08. Mär 2007

Konstruktionsbereich, maus- und tastaturlose Steuerungen Maschinenbedienung etc etc. Das...

Der nötige Ernst 07. Mär 2007

Dazu müsste der gemeine Bürger erstmal EIGENE Gedanken haben, mit denen er etwas steuern...

Mac Jack 07. Mär 2007

Und da wären wie wieder bei der Sache vonwegen mit einem Strommessgerät eine Glühbirne...


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