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Microsoft greift Google an

Thomas C. Rubin wirft Google vor, systematisch Urheberrechte zu verletzen

In einer Rede vor der "Association of American Publishers" will Microsofts Justiziar Thomas C. Rubin Google attackieren. Er wirft Google vor, systematisch Urheberrechte zu verletzen und sich daran bereichern zu wollen.

Artikel veröffentlicht am ,

Rubins Redemanuskript wurde bereits vorab veröffentlicht, seine Rede wird der Microsoft-Mann erst im Laufe des 6. März halten. Dabei wird Rubin laut Redemanuskript unter anderem Microsofts Aktivitäten im Bereich der Buchsuche von Googles Vorhaben abgrenzen. Während Microsoft die Urherrechte der Autoren und Verlage achte, wolle Google alles, was die Verlage erschaffen, an sich reißen und "kostenlos anbieten, um drum herum Werbung zu verkaufen".

Inhalt:
  1. Microsoft greift Google an
  2. Microsoft greift Google an

Microsoft scanne nur Bücher, deren Copyright abgelaufen ist oder aus anderen Gründen Teil der Public Domain sind. Darüber hinaus biete Microsoft Verlagen die Möglichkeit, auch aktuelle Bücher in Microsofts Buchsuche zu integrieren, wobei die Verlage bestimmen, wie viel Text die Suchmaschinen-Nutzer vorab einsehen können. Damit grenze sich Microsofts Ansatz von Google ab.

Google habe einige Bibliotheken überredet, dem Unternehmen uneingeschränkten Zugang zu ihren Sammlungen einzuräumen, sowohl zu urheberrechtlich geschützten Büchern als auch solchen in der Public Domain. Zwar habe Google darüber hinaus Arrangements mit Verlagen getroffen, diesen aber 2004 unter Verweis auf eine "neue 'fair use'-Theorie" den Rücken gekehrt: "Google verlieh sich selbst das einseitige Recht, ohne Genehmigung der Verlage komplette Kopien von urheberrechtlich geschützten Büchern anzufertigen, die nicht unter die Vereinbarungen mit den Verlagen fallen", so Thomas C. Rubin laut seinem vorab veröffentlichten Redemanuskript.

Google habe diesen Weg eingeschlagen, um in der Lage zu sein, mehr Bücher schneller online durchsuchbar zu machen als die Konkurrenz. Langfristig habe sich Google damit aber für den teureren Weg entschieden, da das Unternehmen damit systematisch das Urheberrecht von Autoren und Verlagen verletze.

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Die Argumentation von Google vertritt unter anderem Berkeley-Ökonom Hal R. Varian, der Google in diesen Fragen berät. Im Interview mit Golem.de erklärte Varian Mitte 2006, das Opt-out-Prinzip, nach dem Google bei der Buchsuche, aber auch Internetsuchmaschinen allgemein verfahren, schaffe positive Anreize für einen universellen Zugang zu Wissen. Der Ansatz "umgeht negative Anreize, die zu übertriebener Vorsicht führen würden. Die Idee, auf eine Erlaubnis vorab zu verzichten, aber zugleich geistiges Eigentum über einfache Opt-out-Mechanismen zu respektieren, ist eine vernünftige Lösung und die macht sich Google zu Nutze."

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pogoheinz 06. Mär 2007

so und nicht anders wirds gewesen sein. nice.

Die_Fälschung 06. Mär 2007

Nein, denn es heißt "der Dienstleister" ;-) Bitte entschuldige das Nick-Klauen, ich...

LesenHilft 06. Mär 2007

Wenn man außer Bilder ansehen noch lesen könnte, würde man folgendes bei Google lesen...

trueQ 06. Mär 2007

Inwieweit? Inwieweit deckt die Meinungsfreiheit das Kopieren/Einscannen von Büchern ab...

Nein-Sager 06. Mär 2007

Microsoft verhält sich wie alle unbelehrbaren Monopolisten: Da wird versucht mit allen...


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