Abo
  • IT-Karriere:

Interview: Virtueller Sex mit Tieren ist strafbar

Die Netzeitung sprach mit Rechtsanwalt Stephan Mathé

Pornografie im Second Life beschäftigt auch die Staatsanwälte. "Wer dort einen Swingerclub aufsucht, kann bestraft werden", sagt Anwalt Stephan Mathé. Bodo Mrozek sprach mit ihm.

Artikel veröffentlicht am ,

Stephan Mathé ist Jurist. Er leitet an der Universität Hamburg ein Forschungsprojekt über die Wirkung von Videospielen auf Jugendliche und ist Teilhaber der Kanzlei Rode & Mathé in Hamburg. Zuvor war er als Produktmanager eines Verlages für Computerspiele wie "F 1 World Grand Prix", "Commandos II" und "Startopia" verantwortlich und arbeitete für die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.

Netzeitung.de: Herr Mathé, im Internet wird virtueller Sex immer beliebter. "Second Life" oder Spiele wie "GTA: San Andreas" stehen wegen verbotener Pornografie in der Kritik. Was sagt das Strafrecht dazu?

Stephan Mathé: Das Strafrecht hat Mühe, mit den neuen Medien Schritt zu halten. Aber die Verbreitung von Pornografie regelt das Strafgesetzbuch in Paragraf 184 eindeutig: Wer pornografische Schriften einer Person unter 18 Jahren zugänglich macht oder derartiges Material dort verbreitet, wo sich Personen unter 18 Jahren aufhalten, wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft.

Netzeitung.de: Fallen Chaträume oder grafische Animationen im Internet unter den Begriff "Schriften"?

Stellenmarkt
  1. Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG, Oberstdorf, Herzmanns
  2. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf

Mathé: Ja. Schriften sind auch Abbildungen und andere Darstellungen im Internet und in Online-Spielen.

Netzeitung.de: Was genau ist Pornografie?

Mathé: Die Rechtsprechung definiert Pornografie als "vergröbernde Darstellung sexuellen Verhaltens unter weitgehender Ausklammerung emotional-individualisierter Bezüge, die den Menschen zum bloßen Objekt geschlechtlicher Begierde oder Betätigung macht". Das heißt: Pornografie liegt immer dann vor, wenn das Sexualverhalten grob und gefühlsarm dargestellt wird und die Akteure reduziert sind auf ihre Funktion als auswechselbare Sexualobjekte.

Interview: Virtueller Sex mit Tieren ist strafbar 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 289€

Naja 03. Jun 2008

Ja, und warum? Weil irgendwelche Deppen sich gedacht haben, dass sie, wenn sie schon die...

lerpo 08. Mär 2007

Wie du auf diesen albernen Rückschluss kommst, müsstest du mal näher darlegen. Oder...

ME_Fire 08. Mär 2007

Bin zwar schon etwas zu spät aber den Link wollte ich euch nicht vorenthalten: http...

@ 07. Mär 2007

Das Schreien ist noch lange kein Grund, nach 22:00 Uhr auf Golem geschmacklich...

FranUnFine 07. Mär 2007

Als Killerspielespieler (FFVII!) will er vermutlich Killerspiele.


Folgen Sie uns
       


Asus Prime Utopia angesehen

Asus zeigt auf der Computex 2019 eine Ideenstudie für ein neues High-End-Mainboard.

Asus Prime Utopia angesehen Video aufrufen
Watch Dogs Legion angespielt: Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee
Watch Dogs Legion angespielt
Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee

E3 2019 Elitesoldaten brauchen wir nicht - in Watch Dogs Legion hacken und schießen wir auch als Pensionistin für den Widerstand. Beim Anspielen haben wir sehr über die ebenso klapprige wie kampflustige Oma Gwendoline gelacht.


    Final Fantasy 7 Remake angespielt: Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte
    Final Fantasy 7 Remake angespielt
    Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte

    E3 2019 Das Remake von Final Fantasy 7 wird ein Riesenprojekt, allein die erste Episode erscheint auf zwei Blu-ray-Discs. Kurios: In wie viele Folgen das bereits enorm umfangreiche Original von 1997 aufgeteilt wird, kann bislang nicht mal der Producer sagen.

    1. Final Fantasy 14 Online Report Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
    2. Square Enix Final Fantasy 14 erhält Solo-Inhalte und besonderen Magier
    3. Rollenspiel Square Enix streicht Erweiterungen für Final Fantasy 15

    Ada und Spark: Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen
    Ada und Spark
    Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen

    Viele Sicherheitslücken in Software sind auf Programmierfehler zurückzuführen. Diese Fehler lassen sich aber vermeiden - und zwar unter anderem durch die Wahl einer guten Programmiersprache. Ada und Spark gehören dazu, leider sind sie immer noch wenig bekannt.
    Von Johannes Kanig

    1. Das andere How-to Deutsch lernen für Programmierer
    2. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein
    3. Software-Entwickler Welche Programmiersprache soll ich lernen?

      •  /