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Unabhängige Plattenfirmen unterstützen Warner/EMI-Fusion (U)

Schritte zur Förderung des Wettbewerbs begrüßt. Der Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten (VUT) hat auf seiner Mitgliederversammlung Ende Februar beschlossen, die Fusion von Warner Music Group (WMG) und EMI zu unterstützen. Die zwischen dem Internationalen Verband der unabhängigen Musikunternehmen, IMPALA, und der WMG ausgehandelte Vereinbarung zur Förderung des Wettbewerbs findet die Zustimmung des VUT, geht aus einer Pressemitteilung vom 1. März 2007 hervor.
/ Jens Ihlenfeld
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Für die Aufgabe ihres Widerstandes hat IMPALA, der internationale Dachverband der unabhängigen Musikunternehmen, Warner einige Zugeständnisse abgerungen(öffnet im neuen Fenster) . Demnach wird Warner die von den Unabhängigen geplante Download-Plattform Merlin finanziell dabei unterstützen, ein eigenes System für die Verwaltung digitaler Lizenzrechte zu installieren. Mit Hilfe von Merlin soll die weltweite Vermarktung unabhängig produzierter Musik gefördert werden. Über finanzielle Zusagen hinaus hat Warner versprochen, sich in Zukunft wettbewerbsfreundlicher zu verhalten. Mit Hilfe von Merlin soll die weltweite Vermarktung unabhängig produzierter Musik gefördert werden, da so bis zu 80 Prozent aller weltweiten Neuerscheinungen über eine einzelne Stelle lizenziert werden. Ob dabei DRM zum Einsatz kommt, hängt von den Download-Plattformen ab. Geht es nach dem VUT, so wird auf die Kopierschutzmechanismen verzichtet. Über finanzielle Zusagen hinaus hat Warner versprochen, sich in Zukunft wettbewerbsfreundlicher zu verhalten.

Nachdem die unabhängigen Plattenfirmen ihren Widerstand aufgegeben haben, dürfte die geplante Fusion zwischen der Nummer vier im Markt, der Warner Music Group, und der Nummer drei im Markt, EMI, einen guten Schritt näher gerückt sein. Ein erster Anlauf der beiden Giganten im Musikgeschäft war vor sechs Jahren an der EU-Kommission gescheitert. Im Sommer 2006 waren die letzten Übernahmegespräche abgebrochen worden, nachdem die Genehmigung der Fusion zwischen den großen Konkurrenten Sony und BMG von einem Gericht für ungültig erklärt worden war. Als Zünglein an der Waage hatten sich zunehmend die unabhängigen Musikunternehmen erwiesen, die erbitterten Widerstand gegen eine weitere Konzentration im Musikmarkt geleistet hatten.

Die unerwartete Einigung zwischen Warner und IMPALA findet allerdings nicht die ungeteilte Zustimmung aller unabhängigen Musikunternehmen. Nur wenige Tage nach ihrer Bekanntgabe erklärte die größte unabhängige europäische Plattenfirma, Ministry of Sound, ihren Austritt(öffnet im neuen Fenster) aus der britischen Association of Independent Music (AIM), einer der wichtigsten Mitgliedsorganisationen von IMPALA. Weitere Plattenfirmen überlegen, dem Beispiel von Ministry of Sound zu folgen.

Aus der vom VUT verbreiteten Pressemitteilung geht hervor, dass auch deutsche Plattenfirmen erhebliche Vorbehalte gegenüber dem Vorgehen von IMPALA haben. Noch 2005 hatte der VUT mit der Kampagne "Respect the Music" für den Verzicht auf Kopierschutzmaßnahmen geworben. Das Thema DRM spielte eine Schlüsselrolle beim Austritt des VUT aus der deutschen Landesgruppe der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) Ende 2005(öffnet im neuen Fenster) . Noch im Januar hatten sich die Unabhängigen zum DRM-freien MP3-Format bekannt . [von Robert A. Gehring]


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