Beliebtheit von Handys nimmt weiter zu
Nokia blickt im Jahr 2006 auf einen weltweiten Marktanteil von 34,8 Prozent zurück, der 344,92 Millionen verkauften Mobiltelefonen entspricht. Ein Jahr zuvor erreichten die Finnen mit 265,61 Millionen Geräten einen Anteil von 32,5 Prozent und sicherten sich in beiden Fällen den ersten Platz, ermittelten die Marktforscher von Gartner.
Trotz gesteigerter Verkaufszahlen muss sich Motorola im vergangenen Jahr mal wieder mit dem zweiten Platz begnügen. 209,25 Millionen abgesetzte Handys reichten für einen Marktanteil von 21,1 Prozent. Damit liegen die US-Amerikaner abermals mit großem Abstand hinter den Finnen. Im Jahr 2005 lag Motorolas Marktanteil bei 17,7 Prozent (144,92 Millionen Geräte).
Während sich Motorola abermals mit dem Makel des "ewigen Zweiten" abfinden muss, sieht sich Samsung in einer ähnlichen Position. Die Koreaner nahmen 2006 abermals den dritten Rang ein, mussten sogar leichte Absatzeinbußen hinnehmen und konnten nur noch 116,48 Millionen Kunden von ihren Mobiltelefonen überzeugen. Dies entspricht einem Marktanteil von 11,8 Prozent, während dieser noch im Jahr 2005 bei 12,7 Prozent lag. Somit hat sich der Abstand zu Motorola weiter erhöht, auch wenn Sony Ericsson auf Rang vier den Koreanern nicht gefährlich wurde.
Im Jahr 2005 musste sich Sony Ericsson auf dem Handy-Weltmarkt mit dem fünften Rang hinter LG zufrieden geben. Durch deutliche Zuwächse hat sich Sony Ericsson im vergangenen Jahr auf den vierten Platz vorgekämpft und kam auf einen Marktanteil von 7,4 Prozent bei 73,64 Millionen abgesetzten Mobiltelefonen. Noch ein Jahr zuvor konnte das Joint Venture nur 51,77 Millionen Handys absetzen, was einem Marktanteil von 6,7 Prozent entsprach.
Auch LG konnte im vergangenen Jahr zulegen, aber es reichte nicht, um abermals auf den vierten Platz zu gelangen. Hier half auch nicht, dass LG im Jahr 2006 mit der Chocolate-Reihe für Aufsehen sorgte. So setzten die Koreaner insgesamt 61,98 Millionen Geräte im Jahr 2006 auf dem Handy-Weltmarkt ab und kamen damit auf einen Marktanteil von 6,3 Prozent. Ein Jahr zuvor lag dieser bei 6,7 Prozent (54,92 Millionen Mobiltelefone).
Starke Einbrüche hatte BenQ Mobile auf dem Handy-Weltmarkt zu verzeichnen, während der mittlerweile aufgelöste Hersteller in Westeuropa starke Zuwächse verbuchen konnte. Weltweit setzte das Unternehmen 23,56 Millionen Mobiltelefone ab, was einem Marktanteil von 2,4 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag der Marktanteil bei 4,9 Prozent mit 39,69 Millionen Geräten. Insgesamt wurden auf dem Handy-Weltmarkt 990,86 Millionen Mobiltelefone verkauft. Ein Jahr zuvor lag die Absatzmenge noch bei 816,56 Millionen Geräten. Damit ist der Markt um 21,3 Prozent gewachsen.
Im vierten Quartal 2006 war das Wachstum im Handy-Weltmarkt geringer als im Vorjahr. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 284,22 Millionen Handys verkauft, was aber immer noch einer Steigerungsrate von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, als es 235,13 Millionen Handy-Käufer gab.
Der Marktführer Nokia setzte im vierten Quartal 2006 auf dem Weltmarkt 102,79 Millionen Handys ab und erreichte damit einen Marktanteil von 36,2 Prozent. Dahinter folgte mit großem Abstand Motorola mit einem Marktanteil von 21,5 Prozent bei 61,03 Millionen abgesetzten Geräten. Während Nokia und Motorola ihre Absatzzahlen deutlich steigern konnten, musste Samsung im vierten Quartal 2006 Einbußen im Marktanteil verbuchen.
Die Koreaner erreichten einen Marktanteil von 11,3 Prozent, indem sie 32,01 Millionen Mobiltelefone im vierten Quartal 2006 absetzten und damit den dritten Platz erreichten. Deutlich zugelegt hat Sony Ericsson und kam mit 25,67 Millionen Mobiltelefonen auf einen Marktanteil von 9 Prozent, was für einen sicheren vierten Platz genügte. Auf Rang fünf saß LG mit einem Marktanteil von 6,3 Prozent bei 17,83 Millionen abgesetzten Geräten. Den sechsten Platz nahm Sagem mit 4,37 Millionen Mobiltelefonen und einem Marktanteil von 1,5 Prozent ein.


