Gestenreiche virtuelle Schuh-Anprobe ohne 3D-Brille
Kunden können mit dem "virtuellen" Spiegel verschiedene Schuhmodelle anprobieren, ohne die Paare wechseln zu müssen. An einem Bildschirm navigieren sie per Fingergesten durch die Produktpalette.
Das System wurde vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik (HHI) in Berlin entwickelt. Eine Kamera zeichnet Füße und Beine des Kunden auf und zeigt diese als Videoszene auf dem Bildschirm. In dieses Bild werden die verschiedenen Schuhmodelle eingespielt.
"Dank am HHI entwickelter 3D-Bildverarbeitungstechniken ist die Software so schnell, dass sie den Bewegungen des Kunden in Echtzeit folgen kann", so Jürgen Rurainsky, einer der Entwickler des virtuellen Spiegels. Auf einer Präsentationsfläche werden in Bildern und kurzen Filmen Schuhe und Kleidung des Sportherstellers vorgestellt.
Zur Navigation wird kein Touchscreen oder Ähnliches verwendet – der Benutzer steuert berührungslos durch die Menüs. Der Finger kann dabei 80 cm Abstand zum Bildschirm haben – der Kunde muss nur auf die gewünschten Bereiche deuten. Die Position des Fingers im Raum wird mit Hilfe einer Stereokamera ermittelt, die an der Zimmerdecke angebracht ist. Damit wird auch die Zeigerichtung erfasst und ausgewertet.
"Unser Ziel für beide Präsentationsflächen war zu zeigen, dass man sich ohne zusätzliche Technik wie einem Datenhandschuh oder einer 3D-Brille in der virtuellen Welt bewegen kann.
Die Systeme werden auf der CeBIT vom 15. bis 21. März 2007 in Hannover in Halle 9, Stand B36 gezeigt.


