Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Displayvergrößerung fürs Handy

Stereoskopische Darstellung wie auf einem 19-Zoll-Monitor. Patrick Amaru aus Bielefeld hat einen Aufsatz für Handydisplays in Klapptelefonen vorgestellt, mit dem sich die Darstellung auf den Mini-Displays heutiger Mobiltelefone vergrößern lässt. Die Vergrößerung soll dem Blick auf einen 19-Zoll-Monitor aus 75 cm Abstand entsprechen. Einsatzgebiet: Fotoanwendungen und Kartendarstellung im Rahmen von Navigationsprogrammen.
/
29 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Damit sich der Aufsatz anbringen lässt, müssen die Klapphandys für den Einsatz der Displayvergrößerung geringfügig umgebaut werden: Zum einen sollte das Handy über eine nutförmige Rinne verfügen, auf die der Aufsatz geschoben werden kann. Zum anderen müsste die Tastatur um 180 Grad drehbar sein, so dass das Mobiltelefon auch dann noch bedient werden kann, wenn der Display-Aufsatz aufgesteckt ist.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Das Display soll Bilder mit hohem Kontrast und guter Schärfe darstellen. Angaben zum Kontrastverhältnis oder Bildhelligkeit liegen jedoch nicht vor. Außerdem sollen Stereoskop-Bilder mit 3D-Effekt möglich sein. Nutzer sollen in die Bilder hinein- und herauszoomen können. Außerdem soll es eine Funktion geben, mit der er von einem Bild zum nächsten springen kann.

Es gibt bereits einen Prototypen, wie ein PDF-Dokument(öffnet im neuen Fenster) auf der Webseite von Neochroma verrät. Getestet wurde das Konzept mit einen Sharp 904SH mit 2,4-Zoll-Display. In dem Versuch wurde eine Auflösung von 480 x 320 Pixeln erzielt. Zukünftige Handy-Displays dürften über eine größere Auflösung verfügen: Sanyo beispielsweise hat einen 2,6-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln vorgestellt. Neochroma würde hier eine Auflösung von 768 x 512 Pixeln in zwei voneinander unabhängigen stereoskopischen Bildern erreichen.

Die Produktion des Aufsatzes soll nicht teuer sein, da es sich um eine Plastikschiene mit einem Fenster sowie vier verspiegelten Oberflächen und zwei Plastiklinsen handelt. Die Erfindung soll dabei eine Weiterentwicklung aus den späten 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts sein, die sich damals Prism Stereo nannte.


Relevante Themen