Fingerabdruck-Pass wird ab März 2007 getestet
Der Pilotversuch läuft bis zum 30. Juni 2007. Der seit 2005 ausgegebene ePass enthält bislang als biometrisches Merkmal nur das Passfoto im Chip. Ab 1. November 2007 soll auch der Fingerabdruck des Passinhabers gespeichert werden.
Bundesinnenminister Dr. Schäuble: "Im Feldtest werden wir die Erfassung, Qualitätssicherung und Übertragung der Fingerabdruckdaten im Echtbetrieb prüfen und der technischen Lösung den Feinschliff geben. Damit stellen wir sicher, dass die Umstellung auf das elektronische Passantragsverfahren zum 1. November 2007 bundesweit reibungslos verlaufen kann."
In den ausgewählten Behörden werden bei jedem ePass-Antrag zwei Fingerabdrücke des Antragstellers eingescannt, auf hinreichende Qualität überprüft und zur Bundesdruckerei nach Berlin übermittelt. Im Pilotversuch soll das Verfahren unter realen Bedingungen auf seine Funktionalität, Stabilität und Sicherheit geprüft werden.
Die Bundesdruckerei kann in Einzelfällen Testpässe mit Fingerabdrücken aus den Feldtestdaten herstellen. Diese dürfen jedoch nicht in Umlauf gebracht werden. Wer in einer teilnehmenden Passbehörde seinen Reisepass im Pilotzeitraum beantragt, erhält trotz Fingerabdrucknahme aber nur den ePass der ersten Generation ohne Fingerabdrücke im Chip. Dafür wird die Passgebühr um 5,- Euro reduziert.
Die in den IT-Systemen der Passbehörden zwischengespeicherten Fingerabdruckdaten sollen nach Aushändigung des beantragten Passes gelöscht werden. Spätestens am 31. Juli 2007 werden auch bei der Bundesdruckerei alle Fingerabdrücke gelöscht und die Testpässe vernichtet.
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