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Durchsuchung: Onlinevideothek verlieh Filme vor Verleihstart

Illegale Vermietung von Filmkopien vermutet. Nach Angaben der Kriminalpolizei in Hannover wurde am 27. Februar 2007 eine Videothek in Hannover durchsucht, wobei belastendes Beweismaterial gesichert werden konnte, das darauf schließen lässt, dass in der Online-Videothek in größerem Umfang die Vermietung und der Verkauf von Filmkopien erfolgte, für die die Lizenzen fehlten: die Filme waren teilweise noch nicht einmal in deutschen Kinos angelaufen.
/ Andreas Donath
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Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hatte Strafanzeige erstattet, nachdem sie ein Hinweis aus der Bevölkerung erreicht hatte. Die Videothek soll den Angaben der GVU zufolge etwa 4.000 verschiedene Filme zur Vermietung bereitgehalten haben. Diese wurden im Rahmen einer "Online Videothek mit Lieferservice" angeboten.

Das Problem war nur, dass das Angebot auch aus Filmen bestand, die entweder noch nicht einmal im deutschen Kino angelaufen oder noch nicht auf DVD erhältlich waren. Die Frage, wie sich das mit dem Urheberrecht vereinbaren lässt, sorgte auch für einen gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss.

Bei der Durchsuchung wurden Kopien von Filmen auf etwa 8.000 Datenträgern sichergestellt, die mit selbst gefertigten Hüllen und Etiketten versehen waren. Die Kunden der Videothek konnten fünf DVDs zum Preis von 7,50 Euro mieten. Hierbei wurden neben Filmen, die in Deutschland erst im März 2007 im Kino anlaufen werden (z.B.: Smoking Aces, Pathfinder oder The Good German), auch solche aufgefunden, die bisher noch nicht auf DVD veröffentlicht wurden.

Die sichergestellten Datenträger sollen jetzt ausgewertet werden.


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